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Schrot&Korn im März: Interview mit Klaus Töpfer

von Redaktion (Kommentare: 0)


Seit den 1980er-Jahren setzt sich Prof. Klaus Töpfer für Umwelt, Boden und eine gerechte Nahrungsverteilung ein. Gegenüber dem Naturkostmagazin Schrot&Korn mahnt der ehemalige CDU-Umweltminister an, dass die Bodenkrise von Gesellschaft, Wirtschaft und Politik deutlich unterschätzt werde.

Wenn man sehe, wie viele Milliarden Tonnen fruchtbarer Böden jährlich durch Erosion verloren gingen, könne man nur von einer Katastrophe reden, so Töpfer im Interview mit dem Magazin. „Dazu kommen noch gravierende Probleme durch die Kontamination mit Schwermetallen, Agrar-Chemikalien und Kunstdünger“. Auch die Versiegelung sei ein Problem.

Der biologischen Landwirtschaft misst Töpfer eine zentrale Rolle mit Blick auf nachhaltige Bodennutzung bei. Er fordert, dass Gesetze weiterentwickelt und vor allem konsequenter umgesetzt werden. Landverbrauch müsse eingeschränkt und Kontamination vermieden werden. Die Petition „People 4 Soil“, die ein Bodenschutzgesetz auf EU-Ebene fordert, hält er für zwingend notwendig. 

Landgrabbing friedensgefährdend

Die Entwicklungen des Landgrabbings auch auf internationaler Ebene nennt Töpfer unsäglich und friedensgefährdend. „Hier braucht es gesetzliche Rahmenbedingungen, die einen ökologisch sinnvollen Umgang mit den Böden fördern“, bekräftigt der Ex-Direktor des Umweltprogrammes der Vereinten Nationen (UNEP).

Hinsichtlich der Welternährung erteilt er Gentechnik eine klare Absage – und damit möglichen Folgewirkungen gegenüber folgenden Generationen. „Ich bin überzeugt davon, dass wir eine Welt mit neun Milliarden Menschen auch ohne gentechnische Maßnahmen ernähren können“, so Töpfer. Mit unserer derzeitigen Ernährungsweise sei die Welt­ernährung allerdings nicht zu gewährleisten. „Wir können uns das ethische Desaster nicht erlauben, jährlich bis zu zehn Millionen Tonnen Lebensmittel wegzuwerfen“, so der Umweltpolitiker.

Auch viel zu hohe Ernte- und Lagerverluste in den Entwicklungsländern müssten vermindert werden. Ebenso spricht sich Töpfer für Lebensmittelpreise aus, die alle Kosten widerspiegeln.

Das komplette Interview lesen Sie in der März-Ausgabe von Schrot&Korn.


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