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Rückblick: Deutsch-Türkischer Ökolandbau-Tag

von Redaktion (Kommentare: 0)


Ein Ökolandbau-Tag bildete den Abschluss des fünfjährigen Kooperationsprojekts "Deutsch-Türkische Zusammenarbeit - Ökologische Landwirtschaft". Betreut wird das Projekt, das zur Qualitätssicherung türkischer Bio-Produkte beitragen soll, von der FiBL Projekte GmbH, dem FiBL Schweiz und dem türkischen Öko-Dachverband ETO. Finanziert wird es vom Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft.

Die Veranstaltung im EXPO Kongresszentrum in Antalya richtete sich an türkische Akteure im Ökolandbau. Daneben waren Experten und Organisationen vor Ort, die im Rahmen des Kooperationsprojekts zusammengearbeitet haben. 100 Fachleute tauschten sich zu Strategien und Entwicklungsmöglichkeiten des ökologischen Landbaus weltweit und in der Türkei aus. Regierungsvertreter beider Länder betonten die große wirtschaftliche Bedeutung des Bio-Sektors für die Türkei als Produktionsstandort und für Deutschland als größtes Importland innerhalb der EU.

Projektkoordinatorin Elisabeth Rüegg stellte auf dem Symposium die wichtigsten Projektergebnisse vor. In mehr als 230 Trainings- und Eventtagen seien Qualitätsfragen behandelt und Lösungsansätze entwickelt worden. Rund 4.000 Akteure der gesamten Wertschöpfungskette nahmen daran teil: vom Erzeuger über den Handel bis hin zur Politik. Zudem gibt es Ergebnisse, die auch über die Projektlaufzeit hinaus Bestand haben:

  • Ein e-Learning-Tool in türkischer, englischer (und künftig deutscher) Sprache für alle Handelsbeteiligten in Europa zu vier in der Türkei wichtigen Lieferketten. In diesem werden die einzelnen Schritte der Wertschöpfungskette und typische Qualitätsrisiken vorgestellt. Das Tool ist auf der Homepage der ETO zu finden.
  • Eine Online-Datenbank "Betriebsmittel: Die Liste schaffe Klarheit für Biolandwirte, Beratungskräfte und Kontrollstellen, welche Dünge- und Pflanzenschutzmittel im ökologischen Landbau in der Türkei eingesetzt werden dürfen. Alle darin gelisteten Handelsprodukte würden von den Fachleuten auf die Eignung für den Einsatz im ökologischen Landbau geprüft, so das FiBL.

Durch die Kooperation mit der türkischen Job-Plattform CV-Yollar soll dem Fachkräftemangel in der türkischen ökologischen Lebensmittelwirtschaft entgegengewirkt werden. ETO bietet gemeinsam mit CV-Yollar für diesen Bereich eine spezialisierte Jobplattform an.

Mit einem kleinen Festakt wurde nach dem Symposium der im Dezember anstehende Abschluss des bilateralen Kooperationsprojektes gefeiert. Elisabeth Rüegg übergab symbolhaft die Projektaktivitäten in Form eines Olivenbäumchens an den türkischen Partner ETO. Deren Präsident Zafer Göynügür bedankte sich bei allen Beteiligten für die  fruchtbare Zusammenarbeit und versprach "das Pflänzchen sorgfältig zu pflegen, um rasch gute Erträge einzufahren".

Mehr dazu: Homepage Deutsch-Türkische Kooperation - Biologischer Landbau  


Stichworte:

Türkei

Qualitätsmanagement

Landwirtschaft


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