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Resolution zu neuen Gentechniken

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Gentechnik
Gentechnik: Molekularbiologische Methoden gehören dazu, finden die Unterzeichner der Resolution. Symbolbild © Pixabay/mcmurryjulie

21 Organisationen aus Landwirtschaft, Umwelt- und Verbraucherschutz haben eine Resolution zu neuen Gentechniken an den Bundestag und das Europa-Parlament gestellt. Hintergrund ist die angekündigte Entscheidung des Europäischen Gerichtshofs (EuGH), der am 25. Juli darüber urteilt, inwieweit es sich bei molekularbiologischen Methoden um Gentechnik handelt.  Die Organisationen fordern in ihrer Resolution die Risikobewertung, Regulierung und Kennzeichnung neuer Gentechniken.

"Gentechnik bleibt Gentechnik"

Felix Prinz zu Löwenstein, Vorsitzender des Bundes Ökologische Lebensmittelwirtschaft (BÖLW): „Gentechnik bleibt Gentechnik. Deshalb müssen auch neue Gentechnik-Verfahren und Produkte wie Crispr und Co. entsprechend reguliert und gekennzeichnet werden. Wir fordern die Abgeordneten auf, zum Schutz von Verbrauchern, Unternehmen und Umwelt, das Vorsorgeprinzip konsequent anzuwenden.“ Er verweist auf den Koalitionsvertrag, in dem es heißt, die Regierung werde im Anschluss an die EuGH-Entscheidung, auf europäischer und gegebenenfalls nationaler Ebene Regelungen vornehmen, die das Vorsorgeprinzip und die Wahlfreiheit gewährleisten.

Gelangen die Gene gentechnisch veränderter Lebewesen in natürliche Populationen, können sie kaum mehr zurückgeholt werden, warnen die Organisationen. „Schon heute kostet es gentechnikfrei produzierenden Betrieben viel Arbeit und Geld, Kontaminationen mit Gentechnik-Produkten auszuschließen. Nach dem Verursacherprinzip müssten diese Kosten aber von den Unternehmen getragen werden, die Gentechnik nutzen“, so Löwenstein.

Die Unterzeichner der Resolution

Bund Ökologische Lebensmittelwirtschaft (BÖLW), Arbeitsgemeinschaft bäuerliche Landwirtschaft (AbL), Aktionsbündnis Gentechnik-freie Landwirtschaft in Baden-Württemberg, Aktionsbündnis Gentechnik-freie Landwirtschaft in Sachsen, Arbeitsgruppe Ökologischer Landbau (AöL), Aurelia, Bundesverband Naturkost Naturwaren (BNN), Bioland, Biopark, Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND), Bündnis für Gentechnikfreie Landwirtschaft Niedersachsen – Breme - Hamburg, Demeter, Deutscher Naturschutzring (DNR), Gegen Nachbau-Gebühren, Gen-ethisches Netzwerk (GeN), Grüne Liga – Netzwerk ökologischer Bewegungen, IG Saatgut –Interessengemeinschaft für gentechnikfreie Saatgutarbeit, Seeds Action Network Germany (SAN Germany), Save Our Seeds (SOS), Umweltinstitut München, GLS Treuhand Zukunftsstiftung Landwirtschaft, Naturland.

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