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Resi.bio: Neue Datenbank für Rückstandsfunde

von Leo Frühschütz (Kommentare: 0)


Die Kontrollstellen Gesellschaft für Ressourcenschutz und Kontrollverein haben eine internetbasierte Datenbank zur Bewertung von Rückstandsfunden entwickelt. In resi.bio können Kontrollstellen, Labore und zuständige Behörden die Funde relevanter Stoffe, eine anonymisierte Fallbeschreibung und das jeweilige Bewertungsergebnis einbringen, so dass dort mit der Zeit eine Wissensdatenbank entsteht.

„Typische Analysebefunde bewegen sich zum Beispiel in einem Bereich zwischen 0,02 und 0,08 mg/kg Wirkstoff“, heißt es zur Erläuterung im Projektbericht. Verschiedene Stoffe, die als Pestizide verwendet werden, seien in der Umwelt weit verbreitet und ihre ursprüngliche Quelle könne nicht mehr ermittelt. Bei solchen Ergebnissen „muss regelmäßig beurteilt werden, ob unzureichende Vorbeugemaßnahmen, eine direkte, unzulässige Anwendung oder eine Vermischung mit nicht biologisch erzeugter Ware die Ursache für den Rückstandsfund sein können.“ Diese Bewertung sei schwierig und soll durch die gesammelte Erfahrung an Fallbeschreibungen erleichtert werden.

Die in den letzten drei Jahren mit Unterstützung des Bundesprogramms ökologischer Landbau entwickelte Datenbank ist nicht-öffentlich und soll künftig von möglichst vielen Kontrollstellen und Laboren gemeinsam getragen werden. Die beiden Initiatoren sind sich sicher, dass der Bedarf groß ist. Im Projektbericht heißt es: „Es kann prognostiziert werden, dass mit der revidierten EU-Öko-Verordnung und deren Neuregelungen zu Kontaminationen in Öko-Produkten der Druck auf den Kontrollsektor, schnell und nachvollziehbar zu möglichst sachgerechten Entscheidungen zu kommen, weiter steigen wird.“

 


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