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Reformhäuser wollen wieder wachsen

von Redaktion (Kommentare: 0)


Um 1,4 Prozent wollen die bundesweit 1.138 Reformhäuser wachsen und damit 2017 rund 690 Millionen Euro umsetzen. Dieses Ziel soll mit Qualität und Beratung erreicht werden. Gleichzeitig sollen Geschäfte vergrößert, Sortimente modernisiert und digitale Services ergänzt werden.

Auch ihre Marketing- und Vertriebsaktivitäten wollen die Reformer 2017 noch ausbauen. Aus Anlass des 130-jähriges Bestehens stehen bundesweite Aktionen und Veranstaltungen sowie eine verstärkte Kommunikation auf Social-Media-Plattformen wie Facebook auf der Agenda, um die Wahrnehmung zu erhöhen und die regionalen Standorte zu stärken. Auch die Zusammenarbeit mit prominenten Expertinnen und Experten wie Attila Hildmann soll fortgeführt werden.

Rückgang bei Food - Wachstum bei Naturkosmetik Rainer Plum, Vorstand der Reformhaus eG © Reformhaus

In den Vorjahren war die Reform-Branche jährlich um vier bis sechs Prozent gewachsen, 2016 jedoch musste ein Minus von 2,4 Prozent hingenommen werden. Wie die Genossenschaft mitteilt, verzeichneten die Fachgeschäfte im Segment Lebensmittel, auf das fast die Hälfte des Gesamtumsatzes entfällt, einen Rückgang von 5,2 Prozent. Das Minus erstreckt sich auch auf Produktbereiche wie diätetische Lebensmittel und Nahrungsergänzungsmittel. Gegen den Trend wächst dagegen mit einem Plus von 0,4 Prozent der Bereich der frischen Fleisch- und Milchersatzprodukte.

Klarer Gewinner 2016 sei das Segment der Kosmetik und Körperpflege, das 20 Prozent des Gesamtumsatzes ausmache: Es sei um 5,5 Prozent gestiegen. „Anbieter hochwertiger Naturkosmetik und Körperpflege-Produkte wie Börlind und Dr. Hauschka haben die Vertriebsaktivitäten wieder stärker auf die Reformhäuser ausgerichtet. Exklusiv-Hersteller wie Arya Laya und Alsiroyal bieten mit dem neuform-Qualitätssiegel ausgezeichnete hochwertige Produkte an, die garantiert keine Inhaltsstoffe vom toten Tier enthalten und nicht am Tier getestet werden.“

Zunehmender Wettbewerb um Bio-Markt

Grund für den Rückgang im Lebensmittel-Segment sei vor allem der verstärkte Wettbewerb auf dem veganen und vegetarischen Markt. Superfoods wie Aronia-Beeren, Leinöl und -samen sowie der asiatische Matcha-Tee, die von den Reformhäusern marktfähig gemacht worden seien, fänden sich neuerdings immer häufiger auch in Regalen von großen Einzelhandelsketten und Discountern. Hersteller hätten ihre Aktivitäten auf zusätzliche Vertriebskanäle ausgeweitet. „Bio hat die Nische verlassen. Allerdings kommt im Handel meist die Beratung zu kurz, hier haben wir ein Alleinstellungsmerkmal und werden uns damit in Zukunft noch stärker positionieren“, sagt Rainer Plum, Vorstand der Reformhaus eG.

In die Beratungsqualität werde kräftig investiert. Jährlich durchliefen rund 500 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter die Fortbildungsseminare der Reformhaus-Fachakademie im hessischen Oberursel, damit sie mit Kunden kompetent über Trends und vegane und vegetarische Lebensmittel Gespräche führen können.


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