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Positionspapier: Spielberger Mühle und Händler diskutieren Zusammenarbeit

von Redaktion (Kommentare: 0)


Mit einem selektiven Vertriebsvertrag hat sich die Spielberger Mühle selbst verpflichtet, die eigenen Produkte ausschließlich über den Bio-Fachhandel zu vertreiben. Verbindlicher regeln soll die Zusammenarbeit ein gemeinsam mit Bio-Händlern erstelltes Positionspapier. Bei einem Treffen am vergangenen Samstag ging es darum, das Papier zu konkretisieren. Im Blickpunkt stand die Frage: „Was ist erforderlich, damit der Bio-Fachhandel und werteorientierte Hersteller zu einer verbindlichen Zusammenarbeit finden?"

Vor Ort waren laut Spielberger Mühle sechs Bio-Händler mit insgesamt 9 Filialen. Sie hätten von den Herstellern mehr Offenheit und Transparenz gefordert. Denn von einem Unternehmen, mit dem man eng zusammenarbeite, müsse man wissen, wer der Eigentümer sei und welche Marken es insgesamt besitze.

Die Händler wollen deshalb eine Matrix entwickeln, die auch den Bio-Anteil, Vertriebswege, die Strukturen der Rohstoff-Beschaffung sowie das soziale Engagement abfragt und zentral abgelegt wird. Ein Ort dafür könne die Datenbank DataNature sein. „Offenheit in diesen Punkten ist für uns Voraussetzung, um enger und verbindlicher mit einem Hersteller zusammenzuarbeiten“, zitiert die Spielberger Mühle Achim Dengel, Bio-Fachhändler aus Bielefeld. "Dann kann jeder von uns selbst entscheiden, ob es für ihn passt.“ Dengel hatte das Positionspapier unter dem Namen "Hand drauf" initiiert.

Marken-Botschafter im Laden

Die Händler hätten bei dem Treffen zudem ein Angebot an die Hersteller entwickelt, das über Listungs- und Platzierungszusagen hinausgehe. „Wir könnten uns gut vorstellen, in unseren Läden einen Botschafter der jeweiligen Marke zu benennen“, so Monika Demgen vom Biomarkt Stemmerhof in München. Dieser würde beim Hersteller ausgiebig geschult und sollte in den Läden Verkostungen durchführen, Kunden beraten und bei Listungsentscheidungen mitreden.

Die Spielberger Mühle als Hersteller könne sich wiederum vorstellen, dass sich die Naturkosthändler an der Produktentwicklung beteiligen. Denn diese seien näher dran an den Verbraucher-Wünschen und Trends. Zudem würden sich die Händler in dieser Hinsicht oft zu wenig wahrgenommen fühlen. „Wir erwarten von den Läden dann aber auch eine Listungszusage für Neuprodukte – zumindest für eine bestimmte Zeit“, so Geschäftsführer Volkmar Spielberger.

Gesprochen wurde bei dem Treffen zudem über den Austausch von Verkaufsdaten, gemeinsames Arbeiten an branchenrelevanten Themen und gemeinsames Marketing.

„Ich wünsche mir, dass wir eine bundesweite Initiative von Ladnern werden, die sichtbar ist und an einem Strang zieht“, sagte Monika Demgen. „Als kleiner Hersteller wollen wir etwas anstoßen, was wir alleine nicht vorwärts bringen können“, so Volkmar Spielberger. Das Vorhaben könnte durchaus auf breite Resonanz stoßen: „Meine Hersteller-Kollegen fragen mich oft, was sie davon haben, wenn sie ihre Fachhandelstreue so verbindlich festlegen wie wir“.

Interessierte Naturkosthändler wenden sich für weitere Informationen an Achim Dengel, info@dengelbiomarkt.de.

Hersteller, die mehr erfahren möchten, richten ihre Fragen an Volkmar Spielberger, v.spielberger@spielberger-muehle.de.


Stichworte:

Naturkost-Einzelhandel

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