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Podiumsdiskussion auf der BioOst: „Mehr Bio-Regionalität möglich machen“

von Daniela Nickel (Kommentare: 0)


Diskutierten übeFelix Wasmuth (Midgard), Hilmar Hilger (BNN), Paul Döcker (OstMost) und Katja Noll (Märkisches Landbrot) auf der Podiumsdiskussion der BioOst in Berlin. Foto © Daniela Nickel
Diskutierten über Regionalität in der Bio-Branche: Felix Wasmuth (Midgard), Hilmar Hilger (BNN), Paul Döcker (OstMost) und Katja Noll (Märkisches Landbrot). Foto © Daniela Nickel

Am 22. April trafen sich um Punkt 12 Uhr Paul Döcker (OstMost), Katja Noll (Märkisches Landbrot) und Felix Wasmuth (Midgard) auf der Regionalmesse BioOst, um mit Moderator Hilmar Hilgar vom Bundesverband Naturkost Naturwaren (BNN) darüber zu diskutieren, wie es der Bio-Branche gelingen kann, mehr Regionalität zu ermöglichen.

Dabei schöpften die drei Referenten aus ihrem ganz eigenen Erfahrungsschatz. Das Unternehmen Märkisches Landbrot etwa, bezog sein Getreide anfangs aus Westdeutschland und arbeitete erst nach der Deutschen Einheit mit Demeter zusammen. „Heute kommt fast das gesamte Getreide für die Märkischen Landbrote aus Brandenburg“, so Noll.  

Wie der Name schon sagt, strebt auch der Getränkeproduzent OstMost eine möglichst regionale Herstellung an. Die größte Hürde für das junge Unternehmen war es, einen Abfüller in der Nähe zu finden: Erst in Hessen wurden Döcker und seine Partner fündig. Das Obst für die Produktion der Getränke von OstMost stammt hingegen von Streuobstwiesen in Brandenburg, Sachsen und Thüringen. „Inzwischen haben wir eine Größe erreicht, mit der wir wahrscheinlich auch bei einem anderen Abfüller unterkommen würden. Aber wir bleiben unserem hessischen Abfüller treu“, so Döcker.

Felix Wasmuth vom Großhandel Midgard unterstrich, wie wichtig die Partnersuche beim Thema Regionalität ist: Man müsse Produkte gemeinsam entwickeln und geeignete Hersteller finden. Dabei sollten verschiedene Stellschrauben wie Preise, Mengen, Inhalt und Verpackung berücksichtigt und genutzt werden. Wasmuth ist überzeugt, dass Betriebe Regionalität selbst weiter mitdenken und mitentwickeln müssen. Von großer Bedeutung sei auch der persönliche Kontakt zu Bio-Bauern, um durch den regelmäßigen Austausch konstante Qualität sicherzustellen.

Wenn Bio-Produkte regionaler werden sollen, dann müsse man wirtschaftliche Grundlagen für neue, kleinere Betriebe schaffen, so Wasmuth. Noll und Döcker ergänzten weiterhin, dass das Handwerk sowie handwerkliche Ausbildungsberufe wieder attraktiver gemacht werden sollten. In beiden Punkten sei jedoch auch die Politik gefragt, denn hier brauchen die Unternehmen Unterstützung. So schwierig es teilweise für die Branche auch ist, für Katja Noll steht eines fest: „Man muss einfach am Ball bleiben.“


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