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Peruanische Naturland-Bäuerinnen zu Besuch in Bayern

von Redaktion (Kommentare: 0)


Im Rahmen der Fairen Woche besuchten zwei Vertreterinnen der peruanischen Naturland Kleinbauern-Kooperative Agropia den Naturland Bauern Arthur Stein auf dessen Betrieb im oberbayerischen Röhrmoos.

Bei einem Rundgang über den Scharlhof tauschten sich die Landwirte über die Praxis des ökologischen Kartoffelanbaus hierzulande und in den peruanischen Anden aus. Im Anschluss an den Hofrundgang besuchte die Gruppe dann die Sortier- und Waschanlage eines benachbarten Öko-Landwirts, bei dem Stein seine Kartoffeln einlagert und für den Einzelhandel abpacken lässt. Auf dem Weg dorthin hatten die beiden Gäste dann noch die Gelegenheit, einen Kartoffel-Vollernter in Aktion zu erleben.

Bei der Kleinbauern-Kooperative Agropia ist der Kartoffelanbau dagegen noch weitgehend Handarbeit. In den peruanischen Anden, bekannt als „Wiege der Ur-Kartoffeln“, bauen die 75 Kleinbauern in 4.000 Metern Höhe traditionelle Kartoffelsorten – die sogenannten „papas nativas“ an. Darunter sind auch fast ausgestorbenen Sorten mit klingenden Namen wie Pumapamaquin („Puma-Pfote“) oder Sumac Soncco („schönes Herz“). Die Kleinbauern tragen so auch zur Bewahrung der einzigartigen Sortenvielfalt bei, die zum kulturellen Erbe Perus zählt.

Im Rahmen der Fairen Woche waren die Geschäftsführerin der Kooperative, Yanet Giovana Garay Flores, und Kleinbäuerin Espirita Guerrero Romero bundesweit unterwegs und berichteten davon, wie Öko-Landbau und Fairer Handel zur Verbesserung ihrer Lebenssituation beitragen. Esperita Guerrero Romero baut in ihrer „chacra“, einem etwa drei Hektar großen Feld, bis zu 80 verschiedene Kartoffelsorten an. „Der Faire Handel hat unsere wirtschaftliche Situation deutlich verbessert. So können immer mehr Mitglieder unserer Kooperative ihre Kinder zur Schule und auch auf weiterführende Schulen schicken. Meine Tochter lernt zum Beispiel Buchhaltung“, beschrieb Guerrero Romero die Wirkungen des Fairen Handels.


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