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Österreich: Bio-Umsätze steigen weiter

von Redaktion (Kommentare: 0)


Bio-Produkte sind ihrem Nischendasein längst entwachsen. Die Nachfrage in Österreich ist ungebrochen hoch und steigt weiter. Das geht aus einer Marktforschung hervor, die Agrarmarkt Austria (AMA) zum Start seiner Bio-Aktionstage veröffentlicht hat.

Regionale Herkunft, Selbstfürsorge und Geschmack sind demnach die wichtigsten Kaufmotive. „Bio-Produkte aus der Region treffen die Wünsche der Konsumenten genau“, interpretiert Michael Blass, Geschäftsführer der AMA-Marketing, die Marktzahlen. Diesem Anspruch werden Bio-Produkte im Direktvertrieb und im Fachhandel am ehesten gerecht. Dennoch werden drei Viertel aller biologischen Produkte im Lebensmitteleinzelhandel gekauft, 19 Prozent im Fachhandel oder direkt beim Bio-Bauern. Mit sechs Prozent ist die Gastronomie als Vertriebsweg derzeit das kleinste Segment.

Die Warengruppen Eier und Milch verzeichnen den höchsten Bio-Anteil im LEH, gefolgt von Gemüse und Erdäpfel. Ebenfalls über dem Durchschnitt liegt der Anteil der Bio-Ware bei Joghurt, Butter und Obst. Unterdurchschnittlich fällt der Bio-Anteil bei Fleisch und Geflügel sowie bei Wurst und Schinken aus.

2016 wurden Bio-Lebensmittel im Gesamtwert von rund 1,6 Milliarden Euro gekauft, das entspricht einem Plus von 23 Prozent gegenüber 2014.

Familien kaufen am ehesten biologisch ein

Jeder Österreicher kauft mindestens einmal im Jahr ein biologisches Lebensmittel, die Käuferreichweite liegt laut RollAMA-Zahlen bei 96,4 Prozent. Ältere Familien sowie junge Familien mit Kindern geben am meisten für Bio-Produkte aus. „Aus regelmäßigen Motivforschungen wissen wir, dass die Geburt eines Kindes in vielen Familien das Interesse an und die Kaufbereitschaft für Bio-Lebensmittel auslöst“, erläutert Blass. 

Eine aktuelle Umfrage des Gallup-Institutes zeigt, dass acht Prozent der Selbstständigen, Freiberufler und leitenden Angestellten ausschließlich Bio-Produkte kaufen. Auch Schüler und Studenten sind – obwohl sie über weniger Einkommen verfügen – Bio-Fans. Fünf Prozent der befragten Gruppe gibt an, immer zu Bio-Qualität zu greifen.  Höhere Ausbildung verstärkt die Kaufbereitschaft von Bio-Lebensmitteln. Das Einkommen alleine hat laut dieser Studie wenig Einfluss auf die Einkaufshäufigkeit.

2.800 österreichische Haushalte befragt

Die RollAMA ist die rollierende Agrarmarktanalyse der AMA-Marketing in Zusammenarbeit mit der GfK und KeyQUEST Marktforschung. Basis ist das GFK-Haushaltspanel. Dabei führen 2.800 österreichische Haushalte Aufzeichnungen über ihre Einkäufe im Lebensmitteleinzelhandel (inkl. Hofer und Lidl). Die RollAMA-Daten umfassen die Warengruppen Fleisch und Geflügel, Wurst, Milch und Milchprodukte, Käse, Obst, Gemüse, Erdäpfel, Eier, Tiefkühlprodukte, Fertiggerichte, aber nicht Brot und Gebäck.


Stichworte:

Forschung und Studien

Handel


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