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Öko-Saatgut: Eigener Saatgutsektor wichtiger denn je

von Redaktion (Kommentare: 0)


Auf den Züchtungs- und Sortentagen der Bingenheimer Saatgut AG wurde nicht nur über die Weiterentwicklung des Öko-Saatgut-Sektors und neue Sorten diskutiert, sondern auch über die Auswirkungen der Bayer-Monsanto-Fusion.

„Die Auswirkungen dieser Fusion für den Ökolandbau seien noch nicht abzusehen, aber sie mache klar, dass der Ökolandbau einen eigenen Saatgutsektor braucht. „Die Arbeit am Saatgut selbst in die Hand zu nehmen, ist keine nostalgisch-fortschrittsfeindliche Abwendung von der Realität. Im Gegenteil, das kann Teil des Weges aus dem Dilemma sein. Den anstehenden Herausforderungen werden wir allerdings nur gemeinsam gewachsen sein, in einem starken Netzwerk." so Michael Fleck, Geschäftsführer des Kultursaat e. V. in seinem Vortrag während des Züchtungs- und Sortentages. 

Nur wenn Züchter, Anbauer, Handel und Verbraucher zusammenarbeiten, könne mehr Eigenständigkeit auf dem Saatgutsektor erreicht. Die Dringlichkeit steige, denn mit der Übernahme von Monsanto habe Bayer auch für eine weitere Konzentration im Gemüsesaatgutmarkt gesorgt. Bisher war die Bayer-CropScience-Tochter Nunhems zuständig für das Gemüsesaatgutgeschäft. Mit dem Kauf von Monsanto kommen in Europa wichtige Marken wie De Ruiter, Royal Sluis und Seminis in die Unternehmensgruppe und verstärkten den Konzentrationsprozess.

Das „Hofgut Letten“ im Süden Deutschlands (24.08.2016) und die „Gärtnerei Duftgarten“ im Norden (07.09. 2016) richteten als Teile des partnerschaftlichen Netzwerkes der Bingenheimer Saatgut AG und des Vereins Kultursaat e. V. die diesjährigen Sortentage aus. Über 150 Besucher nahmen die beiden Termine wahr.


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