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Öko-Kontrolleure vereinbaren tierbezogene Kriterien

von Redaktion (Kommentare: 0)


Mehr Tierschutz bei der Öko-Kontrolle: Um das zu erreichen, haben sich 2015 Öko-Kontrollstellen, Verbände und Universitäten aus verschiedenen europäischen Ländern im Projekt „Aware“ zusammengeschlossen. Auf einem Seminar in Bristol haben sie gestern tierbezogene Kriterien und Prüfkonzepte für unterschiedliche Nutztierrassen vereinbart.

Diese Regelungen könnten europaweit Verwendung finden, heißt es in einer Pressemitteilung der Gruppe. Sie ermöglichten eine flexible Umsetzung in den EU-Mitgliedsstaaten bei der Anwendung harter, tierbezogener Kriterien, sagte Chris Atkinson von der Soil Association. „So möchten wir den unterschiedlichen Verhältnissen in den verschiedenen Ländern Rechnung tragen und Gestaltungsspielraum lassen.“

Mit dem durch die EU geförderten Programm Aware reagieren die Akteure darauf, dass bei Öko-Kontrollen bisher nur ressourcenbasierte Vorgaben wie Stallgröße oder Einstreu überprüft werden. Ob es dem Tier wirklich besser geht, ließ sich bisher nicht mit europaweit vereinbarten Methoden prüfen. Angekündigte und unangekündigte Kontrollen von Öko-Kontrollstellen müssen aber zuverlässig dafür sorgen, dass Tierschutzdefizite auf Öko-Betrieben rasch erkannt und zügig abgestellt werden. Kontrolleure auf Öko-Betrieben müssten für solche Kontrollen besonders befähigt werden.

Koordiniert wird das Projekt von der deutschen Kontrollstelle Gesellschaft fuer Ressourcenschutz (GfRS). „Wer als Bio-Kontrolleur Öko-Tierhaltungen prüfen will, braucht besondere Tierschutzkompetenzen“, sagt GfRS-Geschäftsführer Dr. Jochen Neuendorff. In der nächsten Projektphase werde deshalb unter Federführung der Universität Göttingen ein entsprechendes Trainingscurriculum für Bio-Kontrolleure erstellt.


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