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Öko-Kontrollen: EU-Kommission bemängelt Qualität

von Redaktion (Kommentare: 0)


Laut einem Bericht der taz lässt die Effektivität von Bio-Kontrollen in den EU-Staaten zu wünschen übrig.

Die Europäische Kommission hatte alle Meldungen der Mitgliedsländer über Produkte mit Pestizidrückständen oder andere Auffälligkeiten aus dem vergangenen Jahr analysiert. „In der großen Mehrheit der Fälle wurde der Ursprung (also die tiefere Ursache) der Unregelmäßigkeiten nicht gefunden“, heißt es in einem Kommissionsbericht, der der taz vorliege.

In 82 Prozent der 398 gemeldeten Fälle mit Auffälligkeiten blieben dem EU-Bericht zufolge die Gründe für die Probleme im Unklaren, schreibt die taz. Das sei laut der Behörde besonders bedenklich, weil dieser Missstand „das Risiko eines erneuten Auftretens von Unregelmäßigkeiten oder gar Betrugs erhöht“. In 76 Prozent der Fälle hätten die EU-Staaten noch nicht einmal zusätzliche Inspektionen bei den betroffenen Unternehmen geplant.

Gebe es Sanktionen, seien diese oft wenig abschreckend. „Zum Beispiel haben Unternehmer, die ohne Berechtigung als ‚bio‘ deklarierte Produkte verkaufen, in mehreren Fällen nur eine schriftliche Aufforderung erhalten, die Regeln einzuhalten“. Geldbußen würden selten verhängt, schreibt die taz.

„Angesichts der Größe des Europäischen Biomarktes sind 398 Meldungen erfreulich wenig", zitiert die taz Felix Prinz zu Löwenstein. Laut dem BÖLW-Vorstandsvorsitzenden zeigten die festgestellten Mängel eindeutig, dass keine neuen Regelungen vonnöten seien, sondern das bestehende Recht besser umgesetzt werden müsse. Die neue Öko-Verordnung, auf die sich die EU am 28. Juni geeinigt hat, werde das Problem nicht lösen. „Die EU-Kommission muss die Mitgliedstaaten mit mehr Mitteln und mehr Personal überwachen und die Informationen im Betrugsfall grenzübergreifend koordinieren.“


Stichworte:

Europa

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