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Obst und Gemüse: Rewe etikettiert mit Laser

von Alexander Reinbold (Kommentare: 1)


Bio-Avocados und Bio-Süßkartoffeln ohne Verpackungsmüll: In einem Teil ihrer Filialen kennzeichnet die Rewe-Gruppe beide Gemüse mit Laser-Logos. Damit sollen Kunden Bio-Produkte von herkömmlich angebauten unterscheiden können. Bislang haben die Kölner wie die meisten Einzelhändler Plastikverpackungen mit deutlich sichtbarer Bio-Kennzeichnung eingesetzt. Das Pilotprojekt startet Mitte März und läuft einen Monat lang. Beteiligt sind laut der Handelsgruppe 800 Rewe- und Penny-Filialen in Nordrhein-Westfalen.

Die Etikettierung übernimmt der Importeur Eosta mit seiner Bio-Handelsmarke Nature & More. Bei dem "Natural Branding" genannten Laser-Vorgang wird das Etikett in die äußerste Schicht der Schale eingebrannt. Das habe keine Auswirkung auf die Qualität der Produkte, zitiert die Süddeutsche Zeitung (SZ) das Unternehmen. Neben der Rewe Group lasert Eosta bereits das Obst und Gemüse einer schwedischen Supermarktkette.

Verpackungs-Kritiker freuen sich über diesen Vorstoß. Doch es gibt auch kritische Stimmen. Gegenüber der SZ sagte der Verpackungsforscher Dirk Burth von der Hochschule München, gerade Produkte mit längerer Lieferkette ließen sich bei einem Verzicht auf Verpackungen kaum frisch halten. Negative Auswirkungen auf die Umwelt hätten zudem nicht nur die Plastikerzeugnisse, sondern auch die Lebensmittel selbst. "Wenn das Obst und Gemüse im Regal liegen bleibt, weil es bereits anfängt zu verderben und der Kunde es nicht mehr haben möchte, ist auch mit dem Laser-Logo nicht geholfen", sagte Burth der SZ.

Die Rewe-Gruppe kündigte an, die Tests bei entsprechender Kundenakzeptanz ausweiten zu wollen.

(Bild: Rewe-Gruppe)


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Kommentar von Ute |

Kann man nicht einfach ein Schild anbringen. In Hof und Bioläden klappt das ganz gut.



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