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Neu aufgelegt: Sortimentsrichtlinien für den Naturkostfachhandel

von Redaktion (Kommentare: 1)


Die Sortimentsrichtlinien für den Naturkostfachhandel präsentieren sich im neuen Gewand. Das Regelwerk stehe dem Einzelhandel nun als „praktische und inhaltlich überarbeitete Broschüre zur Verfügung“, erklärten die Herausgeber, Bundesverband Naturkost Naturwaren (BNN) und Naturkost Süd.

Die Sortimentsrichtlinien seien nicht nur Ausdruck eines gemeinsamen Werte- und Qualitätskanons, betont Georg Kaiser, Vorstandsvorsitzender des BNN. "Angesichts immer stärker werdender Bemühungen des konventionellen Lebensmitteleinzelhandels, sich als Einkaufsort von Bio-Produkten zu positionieren, braucht es mehr denn je eine verbindliche Grundlage, die uns als Fachhandel vom LEH klar unterscheidet und insbesondere für Verbraucher unterscheidbar macht."

Die 1989 eingeführten Sortimentsrichtlinien bezeichnet Kaiser als „ideales Instrument“ für ein gemeinsames Branchenprofil. Mit den von Praktikern für Praktiker entwickelten Richtlinien sei "über Jahre hinweg ein Regelwerk entstanden, das nicht nur wegweisend ist, sondern auch die Motivation von Händlern wiederspiegelt, gute und nachhaltige Produkte anzubieten", so Cornelia Dressler, die das Regelwerk koordiniert

Geht es nach dem BNN, müsste mehr dafür getan werden, um Kunden auf die Richtlinien hinzuweisen. Dieses Anliegen unterstützt auch eine repräsentative Umfrage, die der Verband im Dezember unter 1.100 Bio-Kunden durchgeführt hat. Danach würde etwa die Hälfte aller Supermarkt- und Discounter-Kunden, die dort Öko-Lebensmittel kaufen, zu einem anderen Einkaufsort wechseln, wenn dieser verbindlichste und höchste Qualitätsstandards garantiere.


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Kommentar von G.Kohn |

Wir sind als Fachhandel aus dem BNN ausgetreten, weil die schon seit Anbeginn existierenden 'Richtlinien' nie beim Endkunden angekommen sind. Aus Kundensicht war der BNN als Verband praktisch nicht existent.
Nach über 20 Jahren sind wir schliesslich ausgestiegen, weil der BNN nur steigende Kosten verursachte, aber innerhalb der ganzen Zeit nie eine Aussenwirkung auf Kunden hatte. Ideen wie das Naturkost 'N' welches enorme Summen gekostet hat, konnte man am und im Laden präsentieren, aber auch diese blieben aus Kundensicht 'unbekannt'. Die Idee des Verbands als Branchenvertretung ist sicherlich gut, aber selbst eigeschworene Biokunden kennen den Verband bis heute nicht. Solange sich daran nichts ändert, bringt es auch nichts sich Richtlinien aufzuerlegen, welche ein Kunde müde belächelt, aber letztlich nur ein weiteres einer Vielzahl von Labels darstellt, denen der Kunde vertrauen soll, deren Bedeutung er aber garnicht erkennt.



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