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Mülleimer bestellt Ware automatisch nach

von Redaktion (Kommentare: 1)


Einfach das Produkt am Licht vorbeiführen und wegwerfen: Kinderleicht gelangt das gewünschte Produkt in den virtuellen Warenkorb.

Kühlschränke, die fehlende Produkte automatisch nachbestellen, sind bereits ein alter Hut. AllyouneedFresh, der Online-Supermarkt der Deutsche Post DHL Group mit über 22.000 Produkten, hat kürzlich den ersten intelligenten Mülleimer vorgestellt und damit eine weitere Möglichkeit geschaffen, wie das Einkaufen von Lebensmitteln schon in Kürze revolutioniert werden kann.

Hinter dieser Idee steckt ein einfacher Gedanke: die Produkte vieler zu entsorgender Produktverpackungen möchte man gerne neu haben. Natürlich kann man diese jetzt auf einen Zettel schreiben und beim nächsten Einkaufen daran denken. Nur, warum so umständlich? Der neue intelligente AllyouneedFresh-Mülleimer kann den EAN-Code der Verpackung beim Wegwerfen auf Wunsch scannen und das Produkt gleich in den Warenkorb legen.

Mit dem Mülleimer scannen kann man nach Information des Unternehmens über viele Tage, mit immer anderen Produkten. Und kann dann zum Wunschtermin seine Waren ordern: „Natürlich lassen sich vor Abschluss der Bestellung noch die Mengen des jeweiligen Produktes anpassen oder weitere Einkäufe beliebig ergänzen.“

Intelligenter Kühlschrank reicht nicht aus.

AllyouneedFresh geht davon aus, dass immer mehr Lebensmittel automatisiert eingekauft werden und damit den Alltag der Verbraucher entlasten. In diesem Zusammenhang sei oft vom intelligenten Kühlschrank die Rede. Allerdings befänden sich nur rund 30 Prozent der alltäglichen Produkte tatsächlich im Kühlschrank. Die meisten  würden stattdessen in Vorratsschränken, Speisekammern oder sogar im Keller aufbewahrt.

„Produkte, die viele Menschen automatisiert nachkaufen möchten, sind zum Beispiel Kekse, Mehl, Pasta, Milch, Konserven, Shampoo, Reinigungsmittel und ähnliches. Also vor allem schwere oder Basis-Produkte. Da alle diese Produkte an verschiedenen Orten gelagert werden, ist es viel einfacher, sie an dem Ort zu erfassen, an dem die Verpackungen entsorgt werden: dem intelligenten Mülleimer von AllyouneedFresh“, wirbt der Online-Supermarkt für seine Erfindung.

Einkaufen via Messenger, Sprachnachricht oder Foto

Der intelligente Mülleimer sei der neueste Teil der AllyouneedFresh-Strategie, das Einkaufen zu revolutionieren. Genauso könne man heute bereits via Messenger einkaufen. Zum Beispiel per WhatsApp oder mit dem Deutsche Post-eigenen Messenger SIMSme. Hier genüge es, die digitale Einkaufsliste in eine Nachricht zu kopieren oder einfach ein paar Produkte in das Messenger-Feld einzutippen, dann auf „Senden“ zu drücken. „Kurze Zeit später erhält man einen AllyouneedFresh-Link, der alle gewünschten Produkte anzeigt. Diese können natürlich noch variiert werde. Zum Beispiel in Marke, Stückzahl oder weitere Produkte, die man noch einkaufen möchte. Dann landen sie mit einem Klick im Warenkorb und kommen im Wunschzeitfenster nach Hause.“

Es geht sogar noch einfacher: mit Sprache! Der AllyouneedFresh-„Chat-Bot“ funktioniert auch per Sprachnachricht, die ebenfalls über WhatsApp oder SIMSme an AllyouneedFresh geschickt wird. Oder per Foto: zum Beispiel mit dem Bild der Zutatenliste eines Rezeptes.

Produkte für Rezepte per Klick einkaufen

Derzeit baut AllyouneedFresh auch die Möglichkeit auf, dass man einfach angeben kann, was man kochen möchte. Sagt man dem Messenger zum Beispiel: „Am Wochenende möchte ich ein frühlingshaftes Hähnchengericht kochen!“, folgt ein Link mit einem Rezept (oder mehreren zur Auswahl) und der Möglichkeit, die hierzu passenden Zutaten gleich in den Warenkorb zu legen. Diese Funktion werde allerdings erst in Kürze freigeschaltet.

Das alles sei keine Spielerei oder Zukunft – das funktioniere schon heute. Und es zeige, wie der Onlinehandel mit Lebensmitteln den gesamten Markt noch stark beeinflussen, wenn nicht gar in vielen Bereichen umkrempeln werde. Denn solche integrierten Einkaufsmöglichkeiten könne der stationäre Handel nicht bieten. Und das sei erst der Anfang.

Jens Drubel, Gründer und Geschäftsführer von AllyouneedFresh: „In den nächsten fünf Jahren wird das Online-Einkaufen von Lebensmitteln ganz normaler Alltag für uns werden. Dabei werden vollkommen neue Möglichkeiten entstehen, die das Einkaufen immer mehr in den Alltag integrieren. Und durch neue Technologien werden viele weitere Möglichkeiten erst noch geschaffen. Denken Sie nur an ‚AI‘, artificial intelligence; wir werden zukünftig nicht mal mehr ein Smartphone brauchen, um ein paar Artikel in den Warenkorb zu legen. Das wird so einfach und integriert in den Alltag funktionieren. Das macht dann jeder.“

„Menschen wollen nicht einkaufen, sie müssen“

Zum Einkaufsverhalten der Verbraucher hat AllyouneedFresh freilich eine eigene Einschätzung: „Wir müssen uns von dem Gedanken lösen, dass Menschen ‚einkaufen gehen wollen‘ oder Produkte ;anfassen wollen‘, bevor sie sie kaufen. Vielmehr ist es so: sie ,müssen‘ derzeit einkaufen gehen, weil es ;noch‘ keine andere Möglichkeit gibt. Und sie ‚müssen‘ die Tomate in der Auslage anfassen, weil es in der Auslage der stationären Supermärkte eben doch viele Tomaten gibt, die man vielleicht lieber nicht kaufen möchte. Online wird auch das zukünftig kein Thema sein. Die Qualität der Frische-Lieferungen ist enorm gestiegen und heute oft viel frischer als im Supermarkt. Denn der Weg besonders empfindlicher Artikel führt bei AllyouneedFresh oft direkt vom Großmarkt zum Kunden. Wer bis in die Nacht bestellt, dessen Waren werden in derselben Nacht vom Großmarkt abgeholt und ohne großen Umweg direkt bis an den Kühlschrank geliefert. Frischer geht es nicht.“


Stichworte:

Technik

Handel


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Kommentar von Harald Kunze |

Was ist an dem Mülleimer intelligent? Gar nichts! Die Idee ist nicht neu, sondern bloß eine Art Warenwirtschaftssystem. Wer damit glücklich wird, dem sei es gegönnt. Ich könnte die weggeworfene leere Kekspackung auch einfach auf dem Einkaufszettel notieren.



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