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Menschenrechte: Schlechte Noten für Aldi, Lidl & Co.

von Redaktion (Kommentare: 0)


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Aldi gehört zu den LEH-Unternehmen, die Oxfam wegen Menschen- und Arbeitsrechtsverletzungen kritisiert.

Die Menschenrechtsorganisation Oxfam hat zahlreiche Beispiele für Menschen- und Arbeitsrechtsverletzungen in den Lieferketten der großen Supermarktbetreiber in Deutschland, den Niederlanden, Großbritannien und den USA zusammmengestellt. Im Vergleich mit ihren Kollegen in den anderen Ländern schnitten die vier großen deutschen Handelskonzerne Aldi, Lidl, Edeka und Rewe besonders schlecht ab.

In dem Bericht ‚Die Zeit ist reif’ beschreibt Oxfam die wachsende Ungleichheit in den Wertschöpfungsketten der Handelskonzerne. Von dem Geld der Verbraucher für ein Produkt bekommen die Kleinbauern und Arbeiter, die es herstellen, immer weniger. Ihre Einkommen liegen unter dem Existenzminimum, während die Handelsketten Milliardengewinne einstreichen. „Mit ihrer starken Marktposition könnten sie soziale und ökologische Standards in der Lebensmittelproduktion durchsetzen und Menschenrechtsverletzungen verhindern“, schreibt Oxfam über die Handelskonzerne: „Doch stattdessen missbrauchen sie ihre Macht, indem sie einen enormen Preisdruck auf Lieferanten ausüben.“

Menschenrechtler wollen Druck auf Handelskonzerne erhöhen

Verglichen hat Oxfam die Aktivitäten der Konzerne im Hinblick auf Transparenz, den Umgang mit Arbeitern und Kleinbauern in den Erzeugerländern sowie das Engagement speziell für die Frauen dort. Keine der vier großen deutschen Ketten werde ihrer Verantwortung gerecht, „das Risiko von Menschenrechtsverletzungen in ihren Lieferketten zu identifizieren, öffentlich zu machen und entsprechend darauf zu reagieren“, schreibt Oxfam. In keiner der vier Kategorien habe eines der Unternehmen mehr als acht Prozent der möglichen Punkte erreicht. Spitzenreiter im Vergleich waren die englischen Ketten Tesco und Sainsbury. Auch die US-Kette Walmart schnitt weit besser ab als Aldi[&]Co.

Oxfam forderte die Handelsketten auf, ihre Geschäftspolitik grundlegend zu: Wirtschaftliche Ausbeutung, Armut und menschliches Leid dürften keine Zutaten der Lebensmittel in Supermarktregalen sein. Mit der Kampagne „Fairness eintüten“ wollen die Menschenrechtler den Druck auf die Handelskonzerne erhöhen.


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