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Lidl: Haltungskennzeichnung für Frischfleisch

von Redaktion (Kommentare: 0)


Lidl Deutschland hat angekündigt, ab April Frischfleischprodukte mit Informationen über die Tierhaltung zu versehen. Dafür dient ein 4-Stufen-Modell, das der allgemein gültigen Eierkennzeichnung ähnelt.

Der Lidl-Haltungskompass

Stallhaltung: entspricht laut Lidl "den gesetzlichen Bestimmungen"
Stallhaltung Plus: gewährt Lidl zufolge Tieren mehr Platz sowie Beschäftigungsmaterial, das gekennzeichnete Fleisch stammt nachweislich aus Betrieben, die diese Zusatzkriterien erfüllen
Auslauf: gewährt Tieren laut Lidl zusätzlich mehr Platz, Tiere werden gentechnikfrei gefüttert und haben Zugang zu Außenklimabereichen
Bio: entspricht Lidl zufolge "den gesetzlichen Bestimmungen für Bio-Fleisch"

Lidl Haltungskompass

Zur Einführung sollen die Frischfleischprodukte der Lidl-Eigenmarken durch das Stufenmodell gekennzeichnet werden, langfristig alle Frischfleischprodukte im Sortiment. "Stallhaltung Plus" soll Anfang 2019 als Mindeststandard für rund die Hälfte der Frischfleischprodukte gelten. Ziel sei es, diesen Standard auf das gesamte Frischfleischsortiment der Lidl-Eigenmarken zu übertragen.

Das Bio-Sortiment von Lidl soll größer werden

"Wir wollen, dass sich 'Stallhaltung Plus' als Lidl-Mindeststandard etabliert, parallel ergänzen wir fortlaufend unser Bio-Sortiment und arbeiten mit dem Deutschen Tierschutzbund weiter am Label 'Für Mehr Tierschutz'", sagte Jan Bock, Geschäftsleiter Einkauf bei Lidl Deutschland laut einer Pressemitteilung des Unternehmens.

BÖLW über die Haltungskennzeichnung von Lidl

BÖLWPeter Röhrig, Geschäftsführer dess Bund Ökologische Lebensmittelwirtschaft (BÖLW) hat zum Lidl-Haltungskompass Stellung genommen. In einer Pressemitteilung des Bio-Dachverbands schreibt er, er finde es sinnvoll, Bio als Premiumstufe in der Haltungskennzeichnung auszuweisen, "denn Bio-Tierhaltung ist der höchste gesetzliche Standard." Weiter kommentiert Röhrig: „Wie groß das Vakuum ist, das die Politik gelassen hat, wird offensichtlich, wenn der Handel nun eine eigene Tierhaltungskennzeichnung startet. Die neue Bundesregierung muss endlich eine verpflichtende Haltungskennzeichnung für Fleisch- und Fleischprodukte analog der Eierkennzeichnung einführen. Denn am Markt wirkt am besten, was der Kunde kennt, versteht und überall wiederfindet. Nur wenn der Kunde bei allen Produkten erkennen kann, wie die Tiere gehalten wurden, kann er bewusst einkaufen. Dass Transparenz wirkt, zeigt das Erfolgsmodell Eierkennzeichnung. Das Ei mit der 3 aus Käfighaltung ist seitdem aus den Regalen verschwunden. Wichtiger noch als die Kennzeichnung ist übrigens, dass es strengere gesetzliche Mindestanforderungen gibt, wie Tiere gehalten werden müssen.“

 


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LEH


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