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Lidl bemüht sich um Soja-Futtermittel ohne Gentechnik

von Redaktion (Kommentare: 0)


Lidl Deutschland beteiligt sich an der länderübergreifenden "Lidl Soja-Initiative". So will das Handelsunternehmen erreichen, dass Lieferanten nur noch „zertifiziert nachhaltigeres und gentechnikfreies Soja“ als Futtermittel in der Schweine- und Rindermast einsetzen.

Laut eigenen Angaben plant Lidl, die vollständige in Deutschland, Österreich und der Schweiz benötigte Menge von 147.000 Tonnen Sojabohnen zertifizieren zu lassen. Grundsätzlich bevorzuge Lidl heimische Eiweißfutteralternativen vor Soja oder zumindest Soja aus der EU. „Die von uns benötigte Menge ist damit jedoch nicht abzudecken. Daher setzen wir auf das Soja, welches im Rahmen der 'Lidl Soja-Initiative' importiert wird“, so Christof Mross, Geschäftsführer Einkauf bei Lidl Deutschland. Dabei arbeitet Lidl mit der Non-Profit-Organisation ProTerra Foundation zusammen und unterstützt ausgewählte Farmen in Brasilien in den kommenden drei Jahren mit einem siebenstelligen Betrag. Farmern soll so die Umstellung auf zertifiziert nachhaltigeres, gentechnikfreies Soja ermöglicht werden. Im ersten Jahr sollen die Sojabohnen ausschließlich von zwei Farmen in Maranhão von SLC Agricola, einem der größten brasilianischen landwirtschaftlichen Produzenten, stammen. Unabhängig davon sollen bereits bestehende nationale Initiativen, wie der konsequenten Ausbau des gentechnikfreien Sortiments, fortgeführt werden, kündigt Lidl an.

Über den ProTerra-Standard

ProTerra zertifiziert gentechnikfreies Soja. Der Standard verpflichtet zu nachhaltigeren landwirtschaftlichen Praktiken für gesteigerte Bodenfruchtbarkeit, die Erhaltung der Artenvielfalt sowie effizientem Wassermanagement und unterstützt die Erzeuger bei dem Verzicht auf international verbotene Pestizide. Für bessere Arbeitsbedingungen und den Schutz der Gemeinden gibt der ProTerra-Standard Kriterien in den Bereichen Arbeitssicherheit sowie Kinder- und Zwangsarbeit vor. Gemeinsam mit unterschiedlichen Stakeholdern wurde der Standard 2004 formuliert und wird von der ProTerra Foundation geleitet.


Stichworte:

Gentechnik

LEH


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