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Kommt doch noch ein Grenzwert für MOAH?

von Redaktion (Kommentare: 0)


© fotomek - Fotolia.com
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Das Bundesernährungsministerium hat eine Verordnung vorgelegt, mit der es den Gehalt an aromatischen Mineralölkohlenwasserstoffen (MOAH) in Lebensmitteln regeln will. Sie sieht vor, dass Papier, Pappe oder Karton aus Altpapier nur dann als Lebensmittelverpackung eingesetzt werden dürfen, wenn durch eine „funktionelle Barriere“ sichergestellt ist, dass keine aromatischen Mineralölkohlenwasserstoffe auf das Lebensmittel übergehen.

Als Nachweisgrenze wird dabei 0,5 Milligramm MOAH je Kilogramm Lebensmittel festgelegt. Bei niedrigeren Werten „gilt ein Übergang als nicht erfolgt“. Die Verordnung wurde an die betroffenen Verbände zur Anhörung versandt. Ob sie tatsächlich noch vor dem Ende der Legislaturperiode verabschiedet wird, ist offen.

Seit 2009 ist bekannt, dass Mineralölbestandteile, aber auch Druckfarben und andere Stoffe aus Kartonverpackungen in ein Lebensmittel übergehen können. Seit 2011 lagen im Ernährungsministerium zwei Verordnungsentwürfe in der Schublade, die diese Probleme angehen sollten. Einen davon hat das Ministerium nun als 22. Verordnung zur Änderung der Bedarfsgegenständeverordnung vorgelegt – in abgespeckter Version. In der zuletzt bekannten Fassung von 2014 war noch ein Grenzwert für langkettige Mineralölbestandteile (MOSH) vorgesehen, der für die aktuelle Fassung gestrichen wurde.

Die Verbraucherorganisation Foodwatch hat den Entwurf ausführlich kritisiert. Sie bemängelt unter anderem, dass der Begriff „funktionelle Barriere“ unzureichend definiert sei, die Verordnung zu viele Ausnahmen vorsehe und andere Schadstoffe wie MOSH nicht berücksichtige.


Stichworte:

Verpackung - Bioplastik

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