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Start-up verkauft im Erzeugerland gerösteten Kaffee

von Redaktion (Kommentare: 1)


Das Start-up Kaffee-Kooperative.de bietet deutschlandweit den laut eigenen Angaben ersten Fairtrade-zertifizierten Kaffee, der schon im Anbauland von seinen Erzeugern geröstet wird. So verblieben 48 Prozent der Wertschöpfung bei den Kaffeebauern, erklärt das Unternehmen. Beim sonst üblichen Abverkauf der grünen Bohne seien es nur rund 15 Prozent.

Kaffee-Kooperative.de folgt damit dem Fairchain-Handelsmodell, das den Produktionsprozess und die Wertschöpfung im Herkunftsland lässt. Das ist ungewöhnlich, denn bisher werden lediglich 0,6 Prozent des Kaffees, der im Westen konsumiert wird, im Erzeugerland geröstet.

Fairchain setze da an, wo Fairtrade oftmals kritisiert werde, schreibt das Unternehmen in einer Pressemitteilung: „Eine nachhaltige, wirtschaftliche Prosperität der Erzeuger im globalen Süden wird durch Fairtrade nicht erreicht. Fairchain befähigt die Erzeuger dazu, das verkaufsfertige Produkt umzusetzen – im Kaffeegeschäft bedeutet das: rösten, verkosten und verpacken.“ Das schaffe neue Arbeitsplätze, verbesserte Infrastrukturen, höhere Einkommen und verringere die Abhängigkeit von externer Hilfe.

Rwashoscco bietet zusammen mit dem Start-up Kaffee-Kooperative.de den ersten Fairchain-Kaffee in Ruanda an.
© Kaffee-Kooperative.de

Höheres Einkommen für Produzenten in Ruanda

Unterstützt wird Kaffee-Kooperative.de von Fairtrade Deutschland und Fairtrade Ost-Afrika. "Durch eine großzügige Reduktion der Kosten von Fairtrade International für die Produzenten in Kigali wurde die Zertifizierung erst möglich gemacht", erläutert Xaver Kitzinger, Co-Founder von Kaffee-Kooperative.de. Den Restbetrag hat die kooperative-eigene Rösterei Rwashoscco übernommen. Angelique Karakezi, Geschäftsführerin bei Rwashoscco: „Der Fairchain-Ansatz ist für uns eine gute Möglichkeit ein höheres Einkommen zu erzielen. Wir können nun den ersten Fairtrade-zertifizierten Kaffee in Ruanda anbieten.“

Frank Olok, Vorsitzender von Fairtrade Ost-Afrika, lobt den innovativen Ansatz des Unternehmens: „Die Zertifizierung von Rwashoscco wird den Erzeugern dauerhaft bessere Lebensbedingungen ermöglichen und die Kaffeewertschöpfungskette verbessern.“

 


Stichworte:

Fairer Handel

International


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Kommentar von Guido van Staveren |

Ein weiteres erfolgreiches Beispiel der globalen FairChain Bewegung, die wir bei Moyee Coffee 2012 ins Leben gerufen haben. Wir starteten FairChain mit der Idee die Wertschöpfungskette des Kaffees radikal zu verändern da diese in den letzten Jahren katastophal aus dem Gleichgewicht geraten ist.

Zurzeit rösten wir mit Stolz unsere Bohnen in der weltweit ersten FairChain Rösterei in Addis Abeba, Äthiopien. Diese ist ISO zertifiziert und hat eine Kapazität von mehr als 1000 Tonnen pro Jahr. Wir können dieses jedoch nicht alleine stemmen und deswegen sind wir erfreut mehr FairChain Initiativen zu sehen. --- Guido van Staveren - CEO/Founder Moyee Coffee



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