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Junge AöL engagiert sich für die nächste Generation

von Redaktion (Kommentare: 0)


Die Nachfolgegeneration auf dem Podium: Johannes Ehrnsperger, Neumarkter Lammsbräu, (ganz links). Es diskutierten mit: Christoph Spahn und Georg Kaiser.

Die Nachfolgegeneration auf dem Podium: Johannes Ehrnsperger, Neumarkter Lammsbräu, (ganz links). Es diskutierten mit: Christoph Spahn und Georg Kaiser. Foto AÖL

Die nächste Generation war das große Thema auf der Biofach. Die Assoziation ökologischer Lebensmittelhersteller (AöL) hat bereits vor zwei Jahren das Netzwerk der “Jungunternehmer” geschaffen, die nun die Öko-Unternehmen führen und ihre Ideen auf verschiedenen Podien der Biofach 2018 einbrachten.

In einer Branche, die sich mehr und mehr professionalisiert, sind junge Menschen gefragt. Sie stehen vor der Herausforderung, einen wachsenden Markt zu gestalten und mit ihren Inhalten und Werten zu füllen. „Wir brauchen solche Netzwerke (wie AöL Jungunternehmer), um uns zu verknüpfen und unsere Ideen nach vorne zu bringen“, sagt Aaron Drosihn von Tofutown.com. Deswegen würde man sich auch nicht als Konkurrenten begreifen, sondern als Hersteller, die ihren Teil zu einer gesünderen Ernährung beitragen wollen.

Junge Menschen begeistern

Dazu sei es den Jungunternehmern vor allem wichtig, junge Menschen zu bilden und zu begeistern. „Wir versuchen, junge Menschen bereits in der Schule abzuholen und für unsere Sache zu begeistern“, so Johannes Ehrnsperger von der Neumarkter Lammsbräu Gebr. Ehrnsperger KG. „Wir erklären den Kindern und Jugendlichen, was gesunde Ernährung überhaupt ist, welche Vorteile ein gesunder Boden hat und wie eigentlich ein gesundes Lebensmittel entsteht. Das wird in den Schulen viel zu wenig erklärt.“

Leonhard Wilhelm, Rapunzel und IFOAM-Präsidentin Peggy Miars.

Leonhard Wilhelm, Rapunzel und IFOAM-Präsidentin Peggy Miars.Foto AöL

Im Arbeitsleben angekommen, ist es für die Jungunternehmer eine der größten Herausforderungen, „junge Menschen zu finden, die wirklich Lust haben mit uns zu arbeiten“, so Leonhard Wilhelm von Rapunzel Naturkost GmbH. „Unsere Eltern wurden damals als Freaks bezeichnet, heute ist Bio in der Mitte der Gesellschaft angekommen. Da brauchen wir mehr denn je das ehrliche Engagement der Jugend, um unsere Seele nicht zu verlieren.“ Dazu gehört auch, dass man „als junger Mensch das Gefühl hat, dass die Arbeit die ich mache, tatsächlich einen Sinn hat und dass das, was ich tue, mir im Leben einen Inhalt geben kann“, so Arlend Huober von Huober Brezel GmbH & Co. „Wenn ein Job getrennt von meinen normalen Leben passiert, dann kann das in eine Orientierungslosigkeit führen.“

Einen Sinn zu geben und gewachsene Strukturen in den Herstellerunternehmen mit neuen Ideen und alten Werten aufzuladen – darin liegt die Aufgabe der jungen Führungskräfte der Biobranche. Der AöL-Arbeitskreis Jungunternehmer trifft sich mehrfach im Jahr zu einem Wochenendworkshop, um sich zu diesen Themen auszutauschen, heißt es in einer AöL Mitteilung.


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