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Insektensterben: Kommission will Maßnahmen ergreifen

von Redaktion (Kommentare: 0)


Biene in Blüte Foto c Melifera
Bienen und viele andere Insekten sind wichtige Bestäuber. Foto c Melifera

Jedes zehnte bestäubende Insekt steht kurz vor dem Aussterben und ein Drittel der Bienen- und Schmetterlingsarten ist rückläufig. Die Bestäubung ist einer der Schlüsselprozesse in der Natur, der die Vermehrung von Pflanzen ermöglicht. Allein in der EU sind vier von fünf Pflanzen- und Wildblumenarten von der Bestäubung durch Insekten abhängig. Bestäuber sind hauptsächlich Insekten, insbesondere Bienen und Schwebfliegen, aber auch Schmetterlinge, Motten, einige Käfer und andere fliegende Insekten. Fast 15 Milliarden Euro der jährlichen landwirtschaftlichen Produktion der EU werden direkt den Insektenbestäubern zugeschrieben. So beschreibt die EU die prekäre Lage.

Kommission schlägt Aktionsplan und Sensibilisierung von Bürgern vor

Wie die EU-Pressestelle mitteilt, werden folgende neue Maßnahmen vorgeschlagen: ein neuer Indikator zur Verbesserung der Überwachung und der Daten und bessere Koordinierung der Maßnahmen der EU in verschiedenen Sektoren und Politikbereichen, um den sozialen und wirtschaftlichen Auswirkungen des Rückgangs der bestäubenden Insekten entgegenzuwirken. Darüber hinaus schlägt die Kommission vor, ein Projekt zur Überwachung des Vorhandenseins von Pestiziden in der Umwelt zu starten. Horizont 2020 wird weiterhin Forschung und Innovation in diesem Bereich fördern.

Zur Bekämpfung der Ursachen des Rückgangs sollen u.a. Aktionspläne für die Lebensräume der am stärksten bedrohten bestäubenden Insekten sowie Schutz- und Bewirtschaftungskonzepten erarbeitet werden. Auch sollen die Bürger sensibilisiert und aktiv einbezogen werden. Außerdem will die Kommission die Unternehmen, insbesondere im Agrar- und Ernährungssektor, anleiten und anregen, zur Erhaltung beizutragen, heißt es.

Karmenu Vella, Kommissar für Umwelt sagte: „Bestäuber sind ein ausgezeichneter Gesundheitscheck für Ökosysteme." Wenn es ihnen nicht gut geht, können wir sicher sein, dass es der biologischen Vielfalt im Allgemeinen nicht gut geht, und das sind schlechte Nachrichten. Und auch der Kommissar für Landwirtschaft und ländliche Entwicklung, Phil Hogan, meldet sich zu Wort: „Die Zukunft unserer Bauern und das Wohlergehen unserer ländlichen Gemeinden hängt von gesunden Ökosystemen mit reicher Biodiversität ab. Die unermüdliche Arbeit der Insektenbestäuber ermöglicht diesen Reichtum. Während ihre Arbeit kostenlos ist, ist sie von unschätzbarem Wert für die Aufrechterhaltung des Flusses von Gütern und Dienstleistungen aus der Natur, die unsere Existenz untermauern. Wir müssen dringend handeln, um ihren Niedergang zu stoppen."

Diese neue Initiative zu Bestäubern sei die Antwort der Kommission auf die Forderungen des Europäischen Parlaments und der Mitgliedstaaten. Die Ziele der EU-Initiative für Bestäuber legen eine langfristige Perspektive für 2030 fest, wobei eine Reihe kurzfristiger Maßnahmen bis 2020 umgesetzt werden sollen. Bis Ende 2020 wird die Kommission die Fortschritte bei der Umsetzung überprüfen und gegebenenfalls weitere Maßnahmen vorschlagen.

Zusammengefasst sind die Vorschläge im Papier EU-Initiative zur Bekämpfung des Rückgangs wild lebender bestäubender Insekten .


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