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13,5 Prozent Öko-Landwirtschaft in Hessen

von Redaktion (Kommentare: 0)


Hessen verzeichnet aktuell 2.084 Öko-Betriebe und 102.500 Hektar Öko-Anbaufläche. Das sind 12,8 Prozent der landwirtschaftlichen Betriebe und 13,5 Prozent der landwirtschaftlichen Fläche in Hessen. Die hessische Landwirtschaftsministerin Priska Hinz (Grüne) gab die Zahlen gestern bei einer Pressekonferenz in Wiesbaden bekannt. „Hessen liegt damit weiterhin im Bundesvergleich im Spitzenfeld und konnte diese Position wiederholt nicht nur stärken, sondern auch weiter ausbauen“, sagte sie. Die Entwicklung beschrieb Hinz als, „ein sehr erfreuliches Ergebnis, das vor allem auf die günstige Marktentwicklung im Ökosektor aber auch auf die Maßnahmen des hessischen Öko-Aktionsplans zurückzuführen ist."

Hessen plant mit drei neuen Ökomodellregionen


Seit der Einführung des Öko-Aktionsplans im Jahr 2014 ist die Zahl der hessischen Ökobetriebe um 394 gewachsen und die ökologisch bewirtschaftete Fläche hat sich um mehr als 30 Prozent vergrößert. Alleine 2017 haben 138 Betriebe auf Öko umgestellt, wie das Hessisches Ministerium für Umwelt, Klimaschutz, Landwirtschaft und Verbraucherschutz meldet. Die Nachfrage nach Ökoberatungen, die der Landesbetrieb Landwirtschaft Hessen (LLH) anbietet, habe sich laut Hinz 2017 im Vergleich zu 2015 auf über 300 Anfragen verdoppelt. Es wurde ein Pilotbetriebsnetz für Biodiversität aufgebaut, an dem aktuell acht landwirtschaftliche Betriebe beteiligt sind. In den drei Öko-Modellregionen seien der Ministerin zufolge vielversprechende Projekte umgesetzt worden, viele konnten aber noch nicht abgeschlossen werden. „Darum haben wir die Laufzeit um zwei weitere Jahre verlängert“, so Hinz. Aufgrund des großen Interesses wurde eine neue Ausschreibung für drei weitere Ökomodellregionen gestartet, die noch bis März läuft.

 

Hessische Landwirte sollen bei der Umstellung auf Bio weiterhin unterstützt werden


Das Land Hessen fördert den Ökolandbau im Rahmen des Hessischen Programms für Agrarumwelt- und Landschaftspflegemaßnahmen (HALM). Ein Ökobetrieb erhält je Hektar Grünland 190 Euro je Hektar und Jahr, für Ackerland sind es 260 Euro, für Gemüseanbauflächen 420 Euro und für Dauerkulturen wie Obst- und Rebflächen 750 Euro. Zusätzlich werden bis zu 600 Euro je Betrieb als Zuschuss für die Kontrollgebühren gezahlt. „Wir werden auch in Zukunft diejenigen unterstützen, die Ökobetriebe werden möchten. Für 2018 und 2019 stehen im Haushalt jeweils 20 Millionen Euro für neue Anträge von Landwirtinnen und Landwirten zur Verfügung, die sich für einen Biobetrieb oder eine Vergrößerung entscheiden“, erklärte Hinz. Im Doppelhaushalt seien darüber hinaus Mittel eingeplant für die bereits bewilligten Ökoflächen, die in den kommenden zwei Jahren ausgezahlt werden. „Das sind 2018 über 40 Millionen Euro, im Jahr 2019 mehr als 45 Millionen Euro. Damit können wir den Betrieben Sicherheit geben“, so die Ministerin.



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Politik

Landwirtschaft


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