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"Grüner Knopf": Einzelhändler sind gesprächsbereit

von Redaktion (Kommentare: 0)


Logo: Handelsverband Deutschland (HDE)
Der Handelsverband Deutschland gehört zu den Wirtschaftsverbänden, die die Siegelinitiative "Grüner Knopf" zwar begleiten wollen, aber auch kritisieren.

Führende Wirtschaftsverbände aus Handel und Textilindustrie, darunter der Handelsverband Deutschland (HDE), haben in einer gemeinsamen Stellungnahme erklärt, den Prozess zur Siegelinitiative Grüner Knopf des Bundesentwicklungsministers Gerd Müller (CSU) aktiv begleiten zu wollen.

Der Grüne Knopf soll nach Vorstellung des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) als Metasiegel in einer ersten Phase die Produkte kennzeichnen, bei denen in der Textilherstellung die Einhaltung sozialer und ökologischer Standards gewährleistet ist. „Zwar besteht im Handel noch erheblicher Gesprächsbedarf über die Einführung und die konkrete Ausgestaltung des Siegels“, sagt Stefan Genth, Hauptgeschäftsführer des HDE. „Trotzdem sind wir dialogbereit und möchten nach den guten Erfahrungen mit dem Textilbündnis die bewährte und vertrauensvolle Zusammenarbeit mit dem Ministerium fortsetzen.“

Kritik: "Grüner Knopf" garantiert keine einwandfreien Produktionsbedingungen

Das BMZ will 2019 erste Produktlinien mit dem Grünen Knopf auszeichnen. Als Bewertungsgrundlage sollen die Standards auf der Webseite siegelklarheit.de dienen. Nach Auffassung der Textilwirtschaft kann angesichts äußerst komplexer textiler Lieferketten nicht immer garantiert werden, dass tatsächlich alle Produktionsbedingungen durchgehend einwandfrei sind. Eine Garantieerklärung, dass sämtliche ökologischen und sozialen Standards in der gesamten Lieferkette eingehalten wurden, würde eine permanente und vollständige Überwachung voraussetzen. Oft geben jedoch die politischen Bedingungen in den Lieferländern den Rahmen vor und lassen sich nur schwer verändern. „Ob die Einführung eines Generalsiegels gelingt, ist heute offen. Sie könnte auch nur in realistischen Etappen erfolgen. Wir werden den Prozess aktiv begleiten“, so Genth.


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