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Grüne: "EU muss Glyphosat-Entscheidung abblasen"

von Redaktion (Kommentare: 0)


Katrin Göring-Eckardt, Fraktionsvorsitzende der Grünen, und Harald Ebner, bei den Grünen Sprecher für Gentechnik- und Bioökonomiepolitik, sehen es als bewiesen an, dass die Behörden BfR und EFSA ihre Bewertungen unabhängiger Glyphosat-Studien zu großen Teilen wörtlich von Monsanto und anderen Herstellern des Pflanzenvernichters abgeschrieben haben. In einer Pressemitteilung nehmen die Politiker dazu Stellung:

„Eine Glyphosat-Neuzulassung kann es auf Basis dieser Plagiats-Risikobewertung jetzt nicht mehr geben. Die Behörden haben ihren amtlichen Persilschein für das weltweite Ackergift Nummer eins in weiten Teilen einfach von Monsanto kopiert, obwohl uns die Bundesregierung versichert hat, sie stamme aus der Feder der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Bundesinstituts für Risikobewertung (BfR). Wenn Monsanto fast alle unabhängigen Studien, die einen Zusammenhang mit Krebs oder anderen Gesundheitskrisen vermuten lassen, als nicht relevant abtut und die Behörden das einfach abschreiben, können wir die Glyphosat-Risikobewertung nicht mehr ernst nehmen.“

Göring-Eckhardt und Ebner fordern die EU-Kommission auf, die Glyphosat-Bewertung neu aufzurollen und das zuständige Personal auszutauschen. „Es kann nicht sein, dass eine Zulassungsbehörde einseitig aus Gutachten einer Seite abschreibt und dies nicht einmal kennzeichnet“, argumentieren sie. Nur eine Neubewertung könne daher die Grundlage sein, auf der die EU-Staaten seriös über Verbot oder Neuzulassung entscheiden können. Die EU-Kommission und der verantwortliche Bundeslandwirtschaftsminister müssten zudem erklären, wie es zu dieser unkritischen Bewertung kommen konnte.

„Die Noch-Bundesregierung aus CDU, CSU und SPD hat erkennbar keinerlei Ambitionen, sich mit dem kontroversen Thema Glyphosat zu befassen“, kritisieren Göring-Eckhard und Ebner.


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Politik

Landwirtschaft


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