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Natürlich ist Bio gesünder

von Redaktion (Kommentare: 0)


In vielen Medien wird davon berichtet, dass eine Meta-Studie der Universität Stanford nach Auswertung von über 300 Studien weltweit zu der Schlussfolgerung gekommen ist, Bioprodukte seien nicht gesünder als konventionell erzeugte. „Diese Darstellung ist ebenso verkürzt wie falsch“, kommentiert Felix Prinz zu Löwenstein, Vorstandsvorsitzender des BÖLW, solche Berichte. Denn der wesentliche und für die Gesellschaft auch wichtigste Vorteil der ökologischen Landwirtschaft bestehe in der Schonung natürlicher Ressourcen wie Boden, Gewässer, Klima und Biodiversität sowie in einer artgerechten Tierhaltung. „Gesündere Lebensmittel sind der kostenlose Zusatznutzen dieser Leistungen“, erläutert Löwenstein.

Gesünder sind Bio-Lebensmittel, weil sie im Vergleich zu konventionellen Lebensmitteln eine drastisch geringere Belastung mit Pestiziden und Arzneimittelrückständen aufweisen. Zu diesem Ergebnis kommen auch die Wissenschaftler aus Stanford. „Problematisch ist“, so Löwenstein, „dass sie die Bedeutung dieses Befunds in unverantwortlicher Weise herunterspielen. Dies umso mehr, als die Wissenschaft noch viel zu wenig über die Wirkung von Rückständen mit mehreren Pestiziden weiß – und solche Mehrfachbelastungen findet man in konventionellen Produkten ausgesprochen häufig.“ Auch sei der signifikant höhere Anteil sekundärer Pflanzeninhaltsstoffe, wie beispielsweise die gesundheitsfördernden Antioxidantien, ein wichtiges Argument für Bioprodukte.

Welche Gesundheitswirkungen Bio im Vergleich zu einer Ernährung mit konventionellen Produkten tatsächlich hat, ist hingegen kaum festzustellen. Denn Studien, in denen große Probandengruppen sich über einen längeren Zeitraum ausschließlich Bio oder ausschließlich konventionell ernähren, sind kaum durchführbar – und daher hat sie nie jemand angestellt.„Biokunden kaufen unsere Produkte ohnehin nicht nur der eigenen Gesundheit zuliebe“, resümiert Löwenstein. „Mit ihrer Kaufentscheidung wollen sie für sich selbst und für den Zustand unserer Erde Verantwortung übernehmen.“

„Die Ergebnisse dieser Studie stellen keinen Wiederspruch zu einer klaren Präferenz für Öko-Produkte dar“, kommentiert auch Cornelia Behm, Bundestagsabgeordnete von Bündnis 90/ Die Grünen und Berichterstatterin für Ökolandbau. Wichtig sei es nun, das Profil von Bio noch zu schärfen: „Die EU-Öko-Verordnung und die Tierschutz-Nutztierhaltungs-Verordnung bieten noch viel Raum für Verbesserungen sowohl im Verbraucherschutz als auch hinsichtlich des Tierschutzes von Nutztieren. Die Bundesregierung verpasst die Möglichkeiten, den Wünschen der Bevölkerung nach einer Extensivierung der Tierhaltung nachzukommen und kuscht vor den Lobbyisten der Billig-Fleisch-Industrie. Und die versucht sich auch im Bio-Bereich auszubreiten, wie gerade im ARD zu sehen war. Für uns Grüne bilden bio, fair und regional nach wie vor einen Dreiklang und sollten auch für den Verbraucher erste Wahl sein. Alle unsere politischen Initiativen in diese Richtung werden jedoch von der gegenwärtigen Bundesregierung gestoppt. Aber auch die Bundesländer sind hier in der Pflicht: Eine mangelnde Ökolandbauförderung darf nicht durch mangelnde Kontrolle der Betriebe ersetzt werden. “


Stichworte:

Lebensmittelqualität


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