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Fair Fashion: Göttin des Glücks gründet Genossenschaft

von Redaktion (Kommentare: 0)


„Als gemeinsamen Weg mit Kunden und Kooperationspartnern zur Stärkung der Resilienz und als Finanzierungsinstrument", bezeichnet das Österreichische Fairtrade- und Bio-Modelabel Göttin des Glücks (GDG) die Gründung einer Genossenschaft. 

Die Pioniere der Fair Fashion in Österreich mussten in den letzten Jahren, nach eigenen Angaben, „einige Schicksalsschläge überstehen, was große ökonomische Belastungen mit sich brachte". Dennoch sei aufgebaut und vor allem in Digitalisierung und Sortimentsvielfalt investiert worden. Außerdem sei der „Modezirkus“ nicht einfach, vor allem, wenn es fair und transparent zugehen soll. Die Produktionen seien teuer, der Fair Fashion Markt nach wie vor eine Nische und der ständig wachsende Wettbewerb oft mehr an „Green Washing“ interessiert als an wirklich fairen Produktionsbedingungen, erklärt Lisa Muhr, eine der beiden Geschäftsführer.

Textilbranche hinkt 30 Jahre hinterher

„Wir haben unsere wirtschaftlich gesunde Größe noch nicht erreicht und müssen weiter wachsen“, so Muhr. Das Wachstum soll nun durch frisches Kapital aus der Genossenschaft finanziert werden. „Ganz nach dem Prinzip viele können schaffen, was einzelne alleine nicht schaffen“, sagt Lisa Muhr. GDG habe den Fair Fashion Markt in den letzten zehn Jahren stark mitgeprägt, doch sei der Prozess noch längst nicht am Ende. „Die gesamte Textilbranche ist erst am Anfang und hinkt der Biolebensmittel- und Biokosmetikentwicklung um dreißig Jahre hinterher. Unsere Genossenschaft wird gemeinsam mit unseren KundInnen, KooperationspartnerInnen und allen anderen Stakeholdern eine Bürgerinitiative für eine ökologische Wende in der Textilwirtschaft werden“, schreibt sich GDG auf die Fahnen.

Förderauftrag: Gemeinwohl orientierte Arbeit im regionalen Kontext

Die Genossenschaft als Urform von Crowdfunding, die Gemeinwohl orientierte Arbeit im regionalen Kontext als Förderauftrag festschreibt, sei dafür die perfekte Unternehmensform. Konkret: Ein Anteil kostet einhundert Euro, die Mitbestimmung der GenossenschafterInnen erfolge demokratisch in der Generalversammlung. Nachhaltigkeit habe viele Facetten. „Bis jetzt lag unser Fokus auf Fairtrade in den Ländern des Südens. In der Genossenschaft wollen wir zusätzlich regionale Produktionen aufbauen, mit regionalen Materialien arbeiten und unsere gesellschaftspolitische Arbeit für eine fairere Wirtschaft ausbauen. Wenn wir wollen, dass sich etwas ändert, müssen wir uns zusammentun und anpacken. Denn wir dürfen nicht drauf warten, dass andere für uns richten, was uns nicht gefällt“, erklärt Muhr.

www.goettindesgluecks.at

www.gdg-fashion.com

www.crowdcoopfunding.at


Stichworte:

Österreich

Hintergrund/Strategie

Fairer Handel

Hersteller

Kosmetik/Textilien


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