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Europäische Agrarpolitik: Flickenteppich ohne Grün

von Redaktion (Kommentare: 0)


Martin Häusling
Martin Häusling, Koordinator der Grünen/EFA im Agrarausschuss des Europäischen Parlaments. Foto Häusling

Heute wurde von der EU-Kommission der Entwurf zum Finanzrahmen der EU dem Plenum vorgestellt - er betrifft die Gemeinsame Agrarpoltik (GAP). Martin Häusling, Koordinator der Grünen/EFA im Agrarausschuss des Europäischen Parlaments und Mitglied im Umweltausschuss hält den Entwurf für vollkommen unzureichend: „Ich hoffe, das Parlament wird seiner Verantwortung gerecht und liefert einen ambitionierten Gegenvorschlag – so darf die GAP ab 2020 nicht verwirklicht werden!“

Ganz konkret kritisiert Häusling, dass Kommissar Hogan bei den europäischen Steuerzahlern vollends die Akzeptanz für die EU-Agrarpolitik verspielt. „Schöne Worte wie „smart“ und „sustainable“ sind bei diesem Vorschlag schlicht „Greenwashing“, so der Grüne. Der Entwurf eröffne ein Tableau der Beliebigkeiten für die Mitgliedstaaten in Sachen Ressourcen- und Klimaschutz. Er verhindere jede EU-weit einheitliche verpflichtende Anstrengung, innerhalb des europäischen Binnenmarktes die Lebensmittelkette auf mehr Qualität, Umwelt-, Tier- und Klimaschutz sowie den dringend notwendigen Schutz der Biodiversität auszurichten.

„Damit missachtet er klar die Wünsche der europäischen Bürger, die in der Umfrage 2017 zur GAP geäußert wurden. Das Wort Ökolandbau kommt Hogan nicht einmal über die Lippen, obwohl dieses System die größten Potentiale beinhaltet, den Wünschen der Bürger und den Herausforderungen des Klimawandels und des Artenschwunds gleichermaßen zu begegnen", sagt Häusling.

Die Vorschläge zur GAP seien genau das falsche Signal: „Dieser Entwurf setzt weiterhin auf die Bedienung des Weltmarktes mit billigen Rohstoffen. Marktordnungskonzepte, die die Menge  - z.B. bei Milch und Fleisch - an den Europäischen Markt und die Qualität an die Wünsche der Europäischen Bürger anpassen finden sich nicht", kritisiert der EU-Grüne.


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