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EU: Umweltausschuss für Neonikotinoid-Verbot

von Redaktion (Kommentare: 0)


Bei einer Abstimmung am vergangenen Donnerstag hat der Umweltausschuss des Europäischen Parlaments mit großer Mehrheit eine Resolution der Konservativen und Populisten abgelehnt, die sich gegen ein Verbot der drei als besonders bienengefährlich geltenden Neonikotinoide richtet.

„1:0 für die Bienen“ heißt es dazu in einer Mitteilung von Martin Häusling, agrar- und umweltpolitischer Sprecher der Fraktion Die Grünen/EFA im Europäischen Parlament. Die Abstimmung habe gezeigt, „dass eine Mehrheit der Abgeordneten ebenso große Bedenken gegen den Einsatz der bienengefährlichen Neonikotinoide hat, wie sie auch von der Europäischen Lebensmittelbehörde (EFSA) geäußert wurden.“

„Konservative und Reformer“ (Fraktion der EU-Kritiker und Populisten) hatten versucht, der Kommission bei einem möglichen Verbot eine unwissenschaftliche Haltung und Kompetenzüberschreitung zu attestieren. Das sei misslungen.

Das Verbot sei ein richtiger und wichtiger Schritt in die richtige Richtung, gehe jedoch nicht weit genug, so der Grünen-Politiker. Aus Sicht vieler Abgeordneter wäre ein Totalverbot der gesamten Wirkstoffgruppe hochgefährlicher systemischer Nervengifte notwendig, um den massiven Verlust von Bienen und Biodiversität einzudämmen. Deren Anwendung müsse sowohl im Freiland als auch im Gewächshaus verbannt werden.

Das bislang seit 2013 bestehende Teilverbot dieser Mittel habe überdies bisher kaum gegriffen, da Mitgliedstaaten immer wieder großzügig Ausnahmegenehmigungen beantragt hätten und diese von der Kommission genehmigt worden seien. „Europa und alle seine Mitgliedsstaaten stehen in der Pflicht, endlich wirksame Maßnahmen gegen das Sterben unserer wichtigsten Bestäuber zu ergreifen“, fordert Häusling.

Veranstaltungshinweis:

Studien-Relaunch (erweiterte und aktualisierte Auflage): Die (un-)heimliche Artenerosion in Europas Agrarlandschaften am 7.7.2017 in Berlin


Stichworte:

Europa

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