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Eosta-Chef fordert neue Gewinndefinition in der Wirtschaft

von Redaktion (Kommentare: 0)


Weg vom kurzfristigen Gewinnstreben, hin zu mehr Nachhaltigkeit: Aus Sicht von Volkert Engelsmann müssen Konzerne umdenken, damit unsere Lebensgrundlagen nicht zerstört werden. Auf der BioFach wies der Geschäftsführer von Eosta auf die externen Kosten der Lebensmittelwirtschaft hin.

Biologisch erzeugte Lebensmittel erschienen in unserem Wirtschaftssystem teuer, so Engelsman. Tatsächlich seien konventionelle Lebensmittel aber viel zu günstig. „Denn welchen Schaden die konventionelle Landwirtschaft der Gesundheit oder der Natur zufügt, oder dass Menschen unter unwürdigen Bedingungen arbeiten müssen – das alles schlägt sich nicht im Preis nieder.“ Die Auswirkungen des pervertierten, gewinngetriebenen Systems seien weltweit sichtbar – auch in Deutschland: „Von unserem gemeinschaftlichen Naturkapital ist beinahe nichts mehr übrig. Das Grundwasser ist nitratbelastet, die Böden sind von der intensiven Landwirtschaft verarmt, die organischen Stoffe darin sind aufgebraucht.“

Um diese Aussagen zu untermauern, hat Eosta gemeinsam mit Partnern wie der Bank Triodos das Projekt „True Cost Accounting for Food, Farming and Finance“ durchgeführt. Die Ergebnisse zeigten, dass die volkswirtschaftlichen Kosten von biologischem Obst und Gemüse niedriger sind als die ihrer konventionellen Gegenstücke, so Engelsmann. Und damit seien nicht nur die ökologischen und sozialen Kosten gemeint, sondern auch die Gesundheit der Erzeuger und Verbraucher.

Vor allem der Verzicht auf gesundheitsschädliche  Pestizide zeichne dafür verantwortlich. Am deutlichsten werde dies am Beispiel der Bio-Äpfel. „Pro Kilo sparen sie uns 14 Cent ein im Vergleich zu Äpfeln aus konventioneller Landwirtschaft. Addiert man dazu noch die Ergebnisse vorheriger Gesamtkostenrechnungen in den Bereichen Boden, Klima und Wasser, so liegt der volkswirtschaftliche Vorteil sogar bei 20 Cent pro Kilo Bio-Äpfel“.

Die Veränderung müsse aus dem privaten Sektor kommen, so der Eosta-Geschäftsführer. „Bayer, Coca Cola, Cargill und Co. haben viel mehr Macht und Einfluss als die Politik. Der Staat muss den Wandel lediglich unterstützen und, wo nötig, erleichtern.“


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