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Deutscher Handel will mehr GVO-freie Milch

von Redaktion (Kommentare: 0)


Der deutsche Discounter Lidl hat mit der bundesweiten Einführung der gentechnikfreien Frischmilch seiner Handelsmarke Milbona ein Zeichen gesetzt. Es wird erwartet, dass bald weitere Händler gentechnikfreie Milch anbieten.

Der Vorstoß von Lidl mit GVO-freier Frischmilch erhöhe den Druck auf die Branche, schreibt das Branchenblatt  Lebensmittelzeitung LZ. Es forderten bereits andere Händler das gleiche Angebot von den Molkereien für ihre Eigenmarken. Im November gibt es eine neue Verhandlungsrunde zu Trinkmilch, dann werde das Thema zur Sprache kommen. Allein Arla Foods rechne bis Mitte kommenden Jahres mit einem Bedarf von bis zu 1 Mrd. kg GVO-freier Milch. Derzeit werden die Lieferanten mit einem Aufschlag von 1 Cent motiviert, gentechnikfreies Futter einzusetzen.

Schnelle Umstellung scheitert an begrenztem Futter

Große Mengen gentechnikfreier Milch sind schnell und flächendeckend kaum zu realisieren. Es fehlt an entsprechenden Futtermitteln, aber auch die höheren Kosten, wie die getrennte Erfassung und Lagerung machen den Molkereien zu schaffen. Lidl hat Mitte Juli die gentechnikfreie Milch eingeführt, die mit dem Siegel des Verbandes Lebensmittel ohne Gentechnik (VLOG) zertifiziert ist und nutzt die Auslobung für das Marketing. Weitere Molkereiprodukte wie Käse, Crème Fraiche und Sahne sollen noch in diesem Jahr folgen, erklärt Lidl.

GVO-frei auch für Export interessant

VLOG-Geschäftsführer Alexander Hissting ist überzeugt, dass weitere Händler auf das Angebot gentechnikfreier Milch setzen werden. Er macht darauf aufmerksam, dass sich diese Standard auch für den Export lohnt. Als potenzielle Abnehmer sieht er China mit seiner wachsenden qualitätsbewussten Mittelschicht und die USA. Für deutsche Erzeuger könnte das ein Alleinstellungsmerkmal sein, sagt er.


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