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Deshalb schützt Slow Food Münsterbirne und Diepholzer Gans

von Redaktion (Kommentare: 0)


Slow Food Deutschland hat zwei neue Passagiere in die Arche des Geschmacks aufgenommen: Die Münsterbirne und die Diepholzer Gans. Das Projekt schützt in Deutschland aktuell 64 regional wertvolle Nutztierarten, Kulturpflanzen und handwerklich hergestellte Lebensmittel davor, von regionalen Einkaufslisten und Speisekarten zu verschwinden. Die Arche-Passagiere unterscheiden sich laut Slow Food von Lebensmitteln industrieller Monotonie durch ihre geschmackliche und optische Vielfalt und Einzigartigkeit.

Münsterbirne - neu in der Arche des Geschmacks


Die Münsterbirne ist im Großraum Aachen heimisch. Vom Erwerbsobstbau werde die Münsterbirne verschmäht, denn die Höhe der Bäume erfordert eine arbeitsintensive Erntetechnik per Hand. Der konventionelle Handel könne die kurze Haltbarkeit der Frucht bis zum Verzehr und zur Verarbeitung  wegen mangelnder Flexibilität nicht handhaben. Optisch scheitere sie am Raster des glattpolierten, gewachsten Plantagenobsts. "Mit der Aufnahme in die Arche bauen wir Strukturen auf, die den Erwerb der Münsterbirne fördern. Die Menschen können so ihren außergewöhnlich süßen, aromatischen und würzigen Geschmack wieder genießen", erklärt Ursula Hudson, Vorsitzende von Slow Food Deutschland.

Diepholzer Gans - neu in der Arche des Geschmacks


Die Diepholzer Gans ist ein Weidetier und eine der wenigen noch existierenden Landgänserassen in Deutschland. Sie wird heute ausschließlich von Hobbyzüchtern gehalten, von denen nur wenige mehr als 50 Tiere besitzen. In den Handel gelangt sie deshalb derzeit noch nicht.

Die Diepholzer Gans zeichnet sich durch ihre hohe Widerstandsfähigkeit, ausgezeichnete Marschfähigkeit, Futterdankbarkeit sowie Fruchtbarkeit aus. Das prädestiniert sie für nachhaltige Geflügelhaltung. Ihre wirtschaftliche und agrarische Bedeutung in Zeiten von Hochleistungszucht und Gewinnmargen jedoch ist gering. "Für den konventionellen Fleischhandel wiegt die Diepholzer Gans nicht schwer genug. Bei reiner Weidehaltung mit geringer Zufütterung erreicht sie knapp fünf Kilogramm. Heutige Hybridgänse werden mit Kraftfutter gemestet und erzielen rund zehn Kilogramm" so Hudson.

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