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BÖLW: Klöckner muss an grundsätzlicher Kurswende der GAP arbeiten

von Redaktion (Kommentare: 0)


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Artgerechte Tierhaltung und mehr Tierwohl sind Ziele deutscher Agrarpolitik. Foto Rinderhaltung_ts_c_OekolandbauDE.jpg

Angesichts der „rückwärtsgewichteten“ Vorschläge der EU-Kommission für die EU-Agrarpolitik (GAP) fordert der BÖLW Bundeslandwirtschaftsministerin Julia Klöckner auf, sich in Brüssel für eine zukunftsgerichtete Agrarpolitik einzusetzen.

Wie berichtet (GAP: Bio-Betriebe in Gefahr) gefährden die aktuellen Vorschläge der EU-Kommission und von Agrarkommissar Phil Hogan für die GAP die nachhaltige Entwicklung in Form von Leistungen für Umwelt, Klima, Tierschutz etc. (2. Säule, ländliche Entwicklung) und damit die Einhaltung der Ziele bei Insekten- und Gewässerschutz oder artgerechte Tierhaltung.

Mit der GAP werden jedes Jahr fast 60 Milliarden Euro in die Landwirtschaft Europas investiert. Rund 6 Mrd. Euro fließen alljährlich nach Deutschland, 4,8 Mrd. Euro davon werden für Flächenprämien (1. Säule, Direktzahlungen) ausgegeben, informiert der BÖLW. Mit durchschnittlich etwa 400 Euro kommen dabei pro Hektar und Jahr profitieren Großbetriebe von den Geldern.

2. Säule wird geschwächt

Der sehr viel kleinere Teil des Agrarbudgets wird in 2. Säule investiert. Dieses Missverhältnis könnte nach Willen der EU-Kommission noch verstärkt werden, indem der Umwelt-Topf stärker gekürzt werden soll als die Direktzahlungen. Dies kritisiert der BÖLW. Vorsitzender Felix Prinz zu Löwenstein erklärt: „Anstatt ziellos weiter kleine Korrekturen an einem gescheiterten Modell vorzunehmen, muss Brüssel endlich einen Paradigmenwechsel schaffen. Mit der GAP nach 2020 muss mit Steuergeld in Richtung umwelt-, klima- und ressourcenfreundliche Landwirtschaft umgesteuert werden.“

Er fordert: „Bundeslandwirtschaftsministerin Julia Klöckner sollte in Brüssel an einer grundsätzlichen Kurswende der Agrarpolitik mitarbeiten. Nur so kann Deutschland auch die eigenen Ziele wie Insekten- und Gewässerschutz oder artgerechte Tierhaltung erreichen. Dasselbe gilt, wenn es darum geht, die nationalen Spielräume Deutschlands bei der Gestaltung der GAP in Richtung Nachhaltigkeit auszureizen. Bio-Bauern zeigen bereits, wie das erfolgreich funktioniert“, so Löwenstein.


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