Anzeige

BÖLW: Bio-Umsatz knackt 10 Milliarden Euro-Marke

von Redaktion (Kommentare: 0)


2017 setzte die Bio-Branche erstmals über 10 Milliarden Euro um. Das gab Peter Röhrig, Geschäftsführer des Bund Ökologische Lebensmittelwirtschaft (BÖLW), heute anlässlich der Bilanzpressekonferenz der Bio-Branche zum Start der diesjährigen BIOFACH in Nürnberg bekannt.

Mit Bio-Lebensmitteln und -Getränken wurde 2017 laut der Berechnung des „Arbeitskreises Biomarkt“ ein Umsatzplus von 5,9 Prozent und ein Marktvolumen von insgesamt 10,04 Mrd. Euro (2016: 9,48 Mrd. Euro) erreicht. „2017 wurden mit Bio erstmals über 10 Mrd. Euro umgesetzt“, so Peter Röhrig über das starke Umsatzplus des deutschen Bio-Marktes. „Immer mehr Kunden kaufen immer mehr Bio. Denn immer mehr Menschen wollen heimische Bauern, Klima und Artenvielfalt, artgerechte Tierhaltung und die Gesundheit ihrer Familien und der Umwelt stärken.“ Die Gesamtumsätze der Bio-Branche verteilen sich wie folgt:

  • 2,91 Mrd. Euro (inkl. Non-Food: 3,29 Mrd. Euro) im Naturkostfachhandel mit einer Umsatzsteigerung um 2,2 Prozent und einem Marktanteil von 29 Prozent
  • 5,93 Mrd. Euro im Lebensmitteleinzelhandel (LEH) mit 8,8 Prozent Umsatzsteigerung und einem Marktanteil von 59 Prozent
  • 1,20 Mrd. Euro in sonstigen Geschäften

Starke Umstellungsdynamik in 2017

„Bio bietet für immer mehr Landwirte eine wichtige Perspektive, um ihrem Hof eine Zukunft zu geben“, sagt Röhrig mit Blick auf die starke Umstellungsdynamik in 2017. Schätzungen des BÖLW zufolge, legte die heimische Öko-Fläche in 2017 um 124.647 ha (10 Prozent) auf insgesamt 1.375.967 ha zu. Somit wurden 8,2 Prozent der gesamten Landwirtschaftsfläche Deutschlands durch Bio-Bauern bewirtschaftet. Weiterhin gab der BÖLW bei der Bilanzpressekonferenz folgende Entwicklungen und Zahlen des vergangenen Jahres 2017 bekannt:

  • mehr als jeder 10. Hof (10,9 Prozent) arbeitet ökologisch
  • insgesamt 29.174 bzw. 2.042 mehr Betriebe als im Vorjahr bewirtschaften ihren Hof ökologisch
  • die Zahl der Höfe sank um etwa 7.600 auf 267.800 Betriebe

Appell an die Bundesregierung

Felix Prinz zu Löwenstein, Vorsitzender des BÖLW, appellierte an die Bundesregierung, das große Potential für Bio für einen nachhaltigen Umbau von Ernährung und Landwirtschaft zu nutzen: „Die positive Bio-Entwicklung zeigt, dass der politische Rückhalt im Bund und in vielen Bundesländern wirkt. Denn in den vergangenen Jahren konnten mehr Bauern auf Bio umstellen. Davon profitieren die Landwirte, Umwelt und Kunden. Für die nächsten Monate ist es wichtig, dass Bund, Länder und EU das neue Bio-Recht sinnvoll ausgestalten. (…).“

Mit der ‚Zukunftsstrategie Ökolandbau‘ (ZöL) könne die Bundesregierung hier, bei konsequenter Umsetzung, wichtige erste Impulse setzen. Gut sei auch, dass im Koalitionsvertrag mit 2030 ein konkretes Datum für das Ziel von 20 % Bio-Flächen gesetzt wurde. Weiterhin kommentiert er: „Die Gemeinsame Europäische Agrarpolitik muss darauf ausgerichtet werden, mit den Steuergeldern stärker die Bauern zu unterstützen, die Umwelt, Tiere, Gewässer, Artenvielfalt und Klima schützen. Bio-Bauern zeigen seit vielen Jahren in Deutschland und weltweit wie Ökolandbau nicht nur ökonomisch, sondern auch ökologisch erfolgreich ist.“

Die gesamte Pressemitteilung zur Bilanz-Pressekonferenz finden auf der Webseite des BÖLW.


Stichworte:

Forschung und Studien

Statistik Naturkosthandel

Verbände/Institutionen

Landwirtschaft


zur Startseite/alle Meldungen

Zurück

Uns interessiert Ihre Meinung. Schreiben Sie hier Ihren Kommentar zum Thema!




Newsletter

E-Mail
E-Mail bestätigen

Anzeige

Anzeige