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BÖLN-Projekt: Sorten für Öko-Gemüseanbau

von Redaktion (Kommentare: 0)


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Kultursaat e.V.: Verein für Züchtungsforschung & Kulturpflanzenerhaltung auf biologisch-dynamischer Grundlage.

Unter dem Projekttitel „Nachhaltige Verbesserung der Verfügbarkeit von Öko-Gemüsesaatgut und Sicherung der ökologischen On-farm-Gemüsezüchtung durch Aufbau einer Erhaltungszuchtbank" fördert das Bundesprogramm Ökologischer Landbau und andere Formen nachhaltiger Landwirtschaft (BÖLN) ein Sortenscreening. Züchterinnen und Züchter des gemeinnützigen Vereins Kultursaat prüfen in Anbauversuchen das Potenzial samenfester Sorten von Knollenfenchel, Radicchio und Zucchini. 46 samenfeste Sorten werden an sieben Standorten in Deutschland unter ökologischen Bedingungen angebaut. In der Erhaltungszuchtbank sind bereits acht wichtige Gemüsekulturen vorhanden. Das berichtet das Portal Oekolandbau.de.

Knollenfenchel Selma und Fino überzeugen

Untersucht wurden 15 Knollenfenchelsorten. Das Ergebnis: Die Sorten Selma und Fino schnitten am besten ab. Aus Sicht des Kultursaat e.V. sind sie ohne weitere züchterische Bearbeitung direkt im ökologischen Erwerbsanbau einsetzbar. Als gut geeignet erwies sich die Radicchiosorte "Palla di Fuoco". Bei den Zucchinisorten waren es "Black Beauty", "Verde mata compacta" und "Verde d´Italia". Nach Einschätzung der Züchterinnen und Züchter ist es möglich, diese mit vertretbarem Aufwand so weiterzuentwickeln, dass sie für den Erwerbsanbau interessant werden und das bisherige Sortenangebot erweitern.

Ertrag und Lagerfähigkeit entscheidend

Ein erhaltungszüchterischer Samenbau unter ökologischen Bedingungen erfolgte von je fünf vielversprechenden Zucchini- und Radicchiosorten sowie neun Fenchelsorten. Die so gewonnenen Saatgutmuster stehen jetzt für ökologische On-farm-Gemüsezüchtungsaktivitäten zur Verfügung. 

Hinzu kamen Anbauversuche mit je drei aussichtsreichen Zucchini- und Radicchiosorten in jeweils zwei Bio-Praxisbetrieben. Dort wurden die Prüfsorten zusätzlich auf ihre Anbauwürdigkeit getestet. Unter anderem legten die Züchterinnen und Züchter Wert auf den Ertrag und die Lagerfähigkeit der Sorten. Weitere Prüfkriterien waren der Geschmack und ein attraktives Aussehen – Kriterien, die gerade für die Direktvermarktung von Bedeutung sind. Die Sorten schnitten im Praxisanbau sehr unterschiedlich ab. Meist konnten sie in punkto Ertrag nicht mit den Referenzhybriden mithalten. Manche überzeugten allerdings geschmacklich und/oder mit einem ansprechenden Äußeren. Ihr Anbau ist für direktvermarktende Gemüsebaubetriebe durchaus interessant.

Noch können Biogemüsebaubetriebe bei Gemüse nur auf ein begrenztes Sortenspektrum zurückgreifen. Doch mit dem Wachstum des Ökolandbaus steigt der Bedarf an agronomisch leistungsstarken und zugleich qualitativ hochwertigen Sorten. Samenfeste Sorten entsprechen ideal dem Nachhaltigkeitsgedanken des Ökolandbaus.  

Quelle: Oekolandbau.de


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Landwirtschaft


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