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BNN: "EU-Agrarminister müssen Geld umverteilen"

von Redaktion (Kommentare: 0)


Das Insektizid Fipronil steht auf der Tagesordnung der EU-Agrarminister vom 3. bis 5. September in Tallinn. In den letzten Wochen wurde es in Millionen von Eiern in Europa nachgewiesen. Noch immer ist unklar, seit wann genau Desinfektionsmittel mit dem verbotenerweise zugesetzten Stoff in Hühnerställen zum Einsatz kamen.

 „Die industrielle Produktion von Nahrungsmitteln verursacht seit Jahren immer neue Lebensmittel­skandale. Preiskämpfe gehen oft auf Kosten der Sicherheit von Lebensmitteln und des Tierschutzes“, kritisiert Elke Röder, Geschäftsführerin des Bundesverbandes Naturkost Naturwaren e.V. (BNN). Der BNN und seine Mitgliedsunternehmen – rund 200 Hersteller von Bio-Lebensmitteln und Naturwaren, Naturkostgroßhändler, Bioläden und Bio-Supermärkte – engagieren sich für eine bäuerliche und ökologische Landwirtschaft und setzen auf übersichtliche und vertrauensvolle Lieferbeziehungen.

Röder fordert: „Es ist an der Zeit, die EU-Agrarmilliarden umzuverteilen, die bisher vor allem an Großbetriebe in der Landwirtschaft gehen und eine exportorientierte Massenproduktion stützen.“ Die EU-Agrarminister sollten in Tallinn daher nicht nur über verbessertes Risiko­management sprechen, sondern auch über eine gemeinsame Agrarpolitik, die die Gefahr von Skandalen reduziert. Dazu gehöre laut Röder „die Unterstützung einer transparenten Lebensmittelproduktion mit kurzen Lieferketten sowie kleiner und mittelgroßer Betriebe, die umwelt- und tierfreundlich wirtschaften.“


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