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BNN: "Bio-Apfelbauern rechnen mit Ernteausfall bis 70 Prozent"

von Redaktion (Kommentare: 0)


Die heimischen Bio-Apfelbauern rechnen mit einem Ernteausfall von bis zu 70 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Das schreibt der Bundesverbands Naturkost Naturwaren (BNN) in einer Pressemitteilung.

Ungewöhnlich später Frost, Kälte und Dauerregen: Der Verband führt das Defizit auf gleich mehrere Wetterphänomene zurück, die den Bäumen in 2017 teils stark zugesetzt haben. „Die Witterungsbedingungen waren in diesem Frühjahr denkbar schlecht“, bestätigt Bio-Obstbauer Dierk Augustin. Er betreibt einen Demeter-Obsthof im Alten Land, eine traditionelle Region für Baumobst. „Die Ernteausfälle gibt es nicht nur bei uns. In ganz Europa gibt es ähnliche Entwicklungen, sodass etwa nur die Hälfte der üblichen Tafelobstmenge zur Verfügung stehen wird“, schätzt Augustin.

Bio-Apfelbauer setzen auf Verständnis der Kunden

„Natürlich wünscht sich niemand eine schlechte Ernte. Verbraucher, die im Bio-Fachhandel einkaufen, zeichnen sich durch ein hohes Wissen rund um den ganzheitlichen Wert eines Produktes aus, das unter strengen ökologischen Richtlinien erzeugt wurde“, sagt Elke Röder, Geschäftsführerin des BNN. Deshalb sei es wichtig, den Kunden die Folgen der Wetterkapriolen deutlich zu machen.

Trotz des zu erwartenden Ernteverlusts bestehe bei den Bio-Apfelbauern keine Alarmstimmung. Röder führt aus: "Sie wissen, die Bio-Bauern in ihrer Umgebung produzieren beste Lebensmittel und schonen dabei Boden, Wasser und Natur. Diese Leistungen werden jedes Jahr erbracht, egal ob gute oder schlechte Ernte und das macht den Wert eines Bio-Produktes und besonders aus der Region aus – in diesem Fall: den Wert eines Apfels aus der Region.“


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Landwirtschaft


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