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BioSüd und BioNord: Marken für eigenes Profil finden

von Horst Fiedler (Kommentare: 0)


Wer das gesamte Angebot für den Fachhandel ungefiltert durch Großhandelslistungen wahrnehmen will, ist auf den regionalen Bio-Messen bestens aufgehoben. Die BioSüd findet am 1. Oktober in Augsburg statt, die BioNord am 15. Oktober in Hannover.

Angesichts der Umsatzrückgänge im Naturkostfachhandel drängt sich die Frage auf, ob ein Besuch von Bio-Messen zurzeit Sinn macht. Veranstalter Matthias Deppe hat eine Antwort: „Im Kontext der gegenwärtigen Diskussion um die Zukunftsperspektiven inhabergeführter Fachgeschäfte und kleiner Filialisten erfüllen die Bio-Messen eine wichtige Funktion. Sie bieten die Chance, das gesamte Angebot für das Fachgeschäft ungefiltert durch Großhandelslistungen wahrzunehmen. Hier präsentieren sich kleine, regional aktive  Unternehmen, die nicht über bundesweite Distribution verfügen.“

Machermarkt bietet Chancen

Sortimente, die nicht in jedem (Bio-)Supermarkt erhältlich sind, böten dem Fachgeschäft Möglichkeiten, sich unverwechselbar und abseits der direkten Vergleichbarkeit zu präsentieren und das Profil zu schärfen. „In diesem Zusammenhang sind besonders die Machermarktplätze zu nennen, die Marken und Produkten vorbehalten sind, die neu in die Bio-Branche streben und auf beiden Veranstaltungen direkt neben dem Neuheitenstand angesiedelt sind“, erläutert Deppe.

Beide Messen seien von den Ausstellern stark nachgefragt, schon jetzt zeichne sich ab, dass das Niveau des Vorjahres leicht übertroffen werden könnte. Insbesondere bei der Fläche sei ein klarer Trend zu größeren Standflächen erkennbar. „Die BioMessen bieten die Möglichkeit, an einem Messetag mit verhältnismäßig geringen Reisekosten. Produkte, Lieferanten und einen lebendigen Branchenaustausch zu erleben. Das motiviert Mitarbeiter im Verkauf und natürlich gerade auch Auszubildende und kann hier wichtige Impulse setzen“, so Deppe.

Neu: Förderpreis-Verleihung

Erstmals wird am Vorabend der BioSüd der Bio-Messen-Förderpreis Mehr Bio für morgen verliehen. Mit ihm unterstützen die Veranstalter Unternehmen, Initiativen, Vereine, Institutionen, Einzelpersonen oder Projekte, die sich aktiv für mehr Bio/ökologischen Landbau engagieren. Der Förderpreis wird künftig einmal jährlich auf einer der vier Bio-Messen an ein bis zwei Preisträger verliehen und ist mit 10.000 Euro dotiert.

Die Preisträger erhalten diese in Form von Sachleistungen wie Messeauftritten, Werbeunterstützung, Presse- und Öffentlichkeitsarbeit etc. Die Bio-Messen entscheiden nach dem von der Jury ermittelten Bedarf der Preisträger, in welcher Form das Preisgeld zur Verfügung gestellt wird. Die Aktivitäten der Bewerber sollten einen unmittelbaren Bezug zur deutschen (gegebenenfalls europäischen) Bio-Branche haben.

Die Jury besteht aus Matthias Deppe, Veranstalter BioMessen, Annette Sabersky, Ernährungswissenschaftlerin und Food-Journalistin, Klaus Lorenzen, Vorstand EVG Landwege eG, und Jeanine Tovar, Geschäftsführerin Harting + Tovar Marketingkommunikation.

Aus den 25 Bewerbungen wurden vier Bewerber nominiert: BioBoden Genossenschaft, Regionalwert AG Hamburg, VON (Naturkost Elkershausen) und Vivasphera. Erst bei der Preisverleihung werden die beiden Gewinner bekanntgegeben.


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