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Bio-Tee: Unilever kauft Pukka

von Redaktion (Kommentare: 7)


Unilever hat den britischen Hersteller für Bio-Tees und Gesundheitspräparate Pukka Herbs Ltd. übernommen. Pukka-Mitbegründer Sebastian Pole erklärte, man habe sich aus Gründen von „Erweiterung und Nachhaltigkeit“ für den Verkauf an Unilever entschieden. Den niederländischen Megakonzern für Konsumgüter nannte er „einen Vorreiter für sozialen und ökologischen Wandel“, der die Werte von Pukka „mit ganzem Herzen“ vertrete.

Pukka will bio und fair bleiben

Für Unilever schließt sich mit dem Kauf von Pukka eine Lücke im Tee-Angebot. Das sagte Kevin Havelock, Refreshment Category President bei Unilever. Er lobte Pukka als „Premium Player in der schnell wachsenden, attraktiven und  erweiterbaren Öko-, Natur-, Gesundheits-, und Wellness-Branche“, dessen Werte perfekt zum Nachhaltigkeitskonzept von Unilever passen würden.

Pole kündigt an, Pukka werde weiterhin zu 100 Prozent ökologisch produzieren und am fairen Handel festhalten. Darüber hinaus sollen auch in Zukunft ein Prozent des Verkaufserlöses für wohltätige Zwecke im ökologischen Sinne gespendet werden.

Tim Westwell, Pukka-Mitbegründer und Geschäftsführer, sagte, der große Fortschritt, den Pukka jetzt gemacht habe, sei erst der Anfang. Details zum Kaufvertrag sind nicht bekannt.

Pukka ist der am schnellsten wachsender Bio-Hersteller für Tee

Pukka Herbs wurde 2001 von Tim Westwell and Sebastian Pole gegründet. Mittlerweile verzeichnet das Unternehmen einen Umsatz von 30 Millionen Pfund. Laut den Erhebungen von Euromonitor 2016, den Unilever zitiert, ist Pukka weltweit der am schnellsten wachsende Bio-Hersteller für Tee. Sowohl auf dem europäischen als auch der US-Markt sind die Tees von Pukka Herbs gefragt.


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Kommentar von Grün Licht |

Die Meldung ist alles Andere als erfreulich.
Ein Multikonzern "Schließt eine Lücke" im seinem Portfolio.
Es ist positiv zu bewerten, daß Bio-Produkte immer mehr Zuspruch finden. Doch mit den Unternehmenszielen eines aktiennotierten Multikonzerns wird man Fairness und Bio-Philosophie wohl kaum vereinen können.

Kommentar von Jürgen Mader |

Bravo Pukka, scheinbar kann man für Geld doch alles haben, wenn der Preis nur groß genug ist. Wieder ein Biohersteller, der sich an einen Global-Player verscherbelt und damit wahrscheinlich auch seine Gründungsideale mit verkauft! Schade.

Kommentar von Bioladen Momo , momo-raoul |

Agent-Orange lässt grüssen:
Wir schaffen Platz im Teeregal

die Momos

Kommentar von Harald Vienhues |

Na, da freuen wir uns aber...

Kommentar von Thomas Kleinschmidt Brücker Mühle |

Nachdem wir Yogitee im Frühjahr ausgelistet haben, fällt es nach dieser Nachricht nicht mehr schwer uns auch von Pukka zu trennen. Wieder ein Hersteller der umfällt, des lieben Geldes wegen.Die Bioläden haben anscheinend Ihre Schuldigkeit getan.Der konventionelle Handel lacht sich ins Fäustchen. Bitter aber es gibt ja gute Alternativen.

Kommentar von sbchecker |

Es ist schon bedauerlich, sich von diesen einstig guten Tees und Nahrungsergänzungsmitteln verabschieden zu müssen, will man wahrhaft (!) bio bleiben.
Dennoch liegt es an jedem von uns, den Reformhäusern und Biosupermärkten, diese Handlung gemäss Newton's 3. Axiom adäquat zu quittieren.

Kommentar von Frank |

Vielleicht wären die Bio-Tees der Tee-Rebellen Scop Ti aus Marseille eine Alternative. Dort lief es andersherum: Nach einem jahrelangen Kampf hat die Belegschaft die ehemalige Unilever-Tochter Fralib übernommen:

https://www.union-coop.org/2017/10/16/its-teatime-scop-ti-jetzt-auch-in-deutschland/



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