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Bio Suisse beschränkt Kraftfuttereinsatz für Wiederkäuer

von Leo Frühschütz (Kommentare: 0)


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Der Verband Bio Suisse verschärft seine Regelungen für den Einsatz von Kraftfutter.

Der Schweizer Bioverband Bio Suisse will den Anteil von Getreide und eiweißhaltigen Komponenten wie Sonnenblumenschrot im Futter für Wiederkäuer reduzieren. Kühe, Schafe und Ziegen sollen ab 2022 nur noch fünf Prozent ihrer Futterration als Kraftfutter erhalten. Derzeit gilt ein Wert von zehn Prozent. Mit dieser Verschärfung will der Verband erreichen, dass die Fütterung der Wiederkäuer weniger mit der menschlichen Ernährung konkurriert.

Die EU-Öko-Verordnung und die Richtlinien der deutschen Bioverbände kennen keine solche Selbstbeschränkung. Hier ist lediglich für Rinder vorgeschrieben, dass 60 Prozent der Trockenmasse in der Tagesration aus Raufutter (Gras, Silage, Heu) bestehen muss. Folglich können (auch wenn das kaum ein Bio-Landwirt macht) 40 Prozent Kraftfutter gegeben werden. Relevant ist der Kraftfutteranteil vor allem für die Milcherzeugung. Frisst die Kuh zusätzlich zu Heu und Gras ein Kilogramm Kraftfutter, kann sie 1,7 Liter Milch mehr produzieren.

Die Delegierten von Bio Suisse beschlossen zudem, dass ab 2020 mindestens 90 Prozent des Futters für Wiederkäuer aus Schweizer Knospe-Produktion stammen müssen, 2022 sollen es 100 Prozent sein.


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