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Bio-Moringa immer noch häufig belastet

von Redaktion (Kommentare: 0)


Das baden-württembergische Untersuchungsamt CVUA hat 2016 mehrere Proben von Moringapulver untersucht. „Weder hinsichtlich der Rückstandssituation noch bezüglich der irreführenden Bewerbung“ hätten sich die Ergebnisse gegenüber den Vorjahren verbessert, stellte die Behörde fest – für konventionelle und für Bio-Proben.

Elf Proben untersuchte das CVUA auf Pestizidrückstände, neun davon überschritten die zulässige Höchstmenge – darunter waren vier Bio-Proben. Bei zwei weiteren Bio-Produkten findet sich der Hinweis „Überschreitung nicht gesichert“ weil der festgestellte Wert zwar über den Grenzwert, aber noch im Toleranzbereich lag. Weil das EU-Recht für Moringablätter keine speziellen Höchstmengen festsetzt, wurden sie wie getrocknete Kräutertees bewertet. Eine Bio-Probe enthielt 16 Milligramm je Kilogramm (mg/kg) Nikotin und wurde deshalb sogar als „als gesundheitsschädlich“ eingestuft. In drei Bio-Moringa fanden sich Trimethylsulfonium-Kationen, die sich bei der Verwendung von Glyphosat bilden. Festgestelllt wurden zudem Belastungen mit dem in der EU nicht zugelassenen Fungizid Iprobenfos, dem Herbizid Ametryn und dem Insektenvertreiber DEET.

„Übertriebene Behauptungen zum Nährstoffgehalt waren an der Tagesordnung“, bemängelte das CVUA bei der Deklaration der Produkte. Vielfach hätten die gesetzlich vorgeschriebenen Mengenangaben zu den beworbenen Inhaltsstoffen gefehlt.


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