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Bio-Insektenspray für die Landwirtschaft

von Redaktion (Kommentare: 1)


Biene an lila Blüte
Tötet weder Bienen noch andere Insekten: das Bio-Insektenspray, das Forscher der TU München entwickelt haben. Symbolbild © Pixabay/DetBe

Ein Team der Technischen Universität München (TUM) hat ein biologisch abbaubares Pflanzenschutzmittel entwickelt. Auf Pflanzen gesprüht wirkt es ähnlich wie Mückenspray, das Badegäste im Sommer auftragen: Es verbreitet einen Geruch, der unerwünschte Insekten fern hält, ohne sie zu vergiften. „Mit unserem Ansatz ermöglichen wir einen fundamentalen Wechsel im Pflanzenschutz“, sagt Professor Thomas Brück, Inhaber des Werner Siemens-Lehrstuhls für Synthetische Biotechnologie der TUM.

Bakterien machen das Bio-Insektenspray wirksam

Vorbild der Münchner Forscher war die Tabakpflanze. Diese erzeugt in ihren Blättern Cembratrienol, kurz CBT-ol. Mit diesem Molekül schützt sich die Pflanze vor Schädlingen. Mit Werkzeugen der Synthetischen Biotechnologie isolierte das Team um Professor Brück diejenigen Abschnitte aus dem Genom der Tabakpflanze, die für die Bildung der CBT-ol-Moleküle verantwortlich sind. Anschließend bauten sie diese in das Erbgut von Coli-Bakterien ein. Gefüttert mit Weizenkleie, einem Nebenprodukt aus Getreidemühlen, produzieren die genetisch veränderten Bakterien nun den gewünschten Wirkstoff. 

Erste Untersuchungen belegen, dass das CBT-Spray Pflanzen für Insekten ungiftig ist und trotzdem wirksam vor Blattläusen schützt. Da es biologisch abbaubar ist, reichert es sich auch nicht an. Darüber hinaus zeigte sich in den Bioaktivitätstests, dass Cembratrienol eine antibakterielle Wirkung auf gram-positive Bakterien hat. Es könnte daher als Desinfektionsspray genutzt werden, das spezifisch gegen Krankheitserreger wie Staphylococcus aureus (MRSA Erreger), Streptococcus pneumoniae (Erreger Lungenentzündung) oder Listeria monocytogenes (Erreger der Listeriose) wirkt.


Stichworte:

Forschung und Studien

München

Landwirtschaft


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Kommentar von Klaus Loehr-Petersen |

Interessant als eine GVO-geschichte - aber nicht interessant für Bio-LW. So warum lesen wir das auf diesen Homepage, der sonst sehr gut ist?
Grüss
Klaus Loehr-Petersen, Demeter Dänemark



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