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Bio im Test: Wenig berauschend

von Leo Frühschütz (Kommentare: 0)


Lupe
Symbolbild © Pixabay/OpenClipart-Vector

Die Stiftung Warentest hat alkoholfreie Biere getestet. Die drei Bio-Biere im Test schnitten mittelprächtig ab. Dafür waren zwei von ihnen als einzige frei von Glyphosat.

Alkoholfreies Bier: 3 Bio-Biere, 17 konventionelle Produkte

Das Bleifreie von Neumarkter Lammsbräu lag mit „gut (2,5)“ im Mittelfeld des Tests. Etwas dahinter kamen Störtebeker Freibier mit „befriedigend (2,7)“ und das alkoholfreie Helle von Riedenburger mit „befriedigend (3,2)“. Bei der Sensorik, die 40 Prozent der Endnote ausmachte, lag Riedenburger mit 2,5 vor den beiden anderen Bio-Bieren, die die Teilnote 3,0 erhielten. Nach Ansicht der Tester muss ein Alkoholfreies wie Warsteiner oder Clausthaler schmecken, beide erhielten die Note 2,0. Besser war nur noch ein Craftbier.

Abzüge für Riedenburger gab es bei der Authentizität der Kohlensäure. Die stammte laut Stiftung Warentest zur Hälfte nicht aus der Vergärung, sondern wurde zugefügt – was einen Verstoß gegen das Reinheitsgebot bedeutet. „In den meisten Bieren fanden wir Spuren oder geringe Gehalte des umstrittenen Pflanzenschutzmittels Glyphosat“, schrieb die Stiftung. In zwei Bieren sei es deutlich mehr gewesen. Glyphosatfrei seien die Biere von Neumarkter und Riedenburger gewesen.

Zu den Glyphosat-Funden teilt Harald Ebner, Sprecher für Gentechnik- und Bioökonomiepolitik der Bundestagsfraktion Bündnis 90/Die Grünen, mit:„Glyphosat hat in Bier nichts zu suchen. Wirklich glyphosatfreie Lebensmittel werden wir nur bekommen, wenn die Bundesregierung den versprochenen Glyphosat-Ausstieg endlich angeht. Stattdessen wird der klammheimlich immer mehr verwässert. Agrarministerin Klöckner stand von Anfang an nicht dahinter, zuletzt hat auch noch Umweltministerin Schulze still und leise das konkrete Ausstiegsdatum aufgegeben. Konkrete Einschränkungen bei den laufenden nationalen Glyphosat-Zulassungserneuerungen? Fehlanzeige, ausdrücklich nicht geplant! Der neue Test zeigt einmal mehr, wie allgegenwärtig der Pflanzenvernichter inzwischen ist. Und er zeigt, dass es auch anders geht: nur die Bio-Biere im Test sind glyphosatfrei.“

In den beiden überprüften Craftbieren fanden die Tester „im Vergleich zu herkömmlichen Bieren ein Vielfaches an Nitrat“. Eine Gesundheitsgefahr bestehe aber nicht. Als Quelle der Nitrate nannte die Stiftung das bei Craftbieren häufige Hopfenstopfen. Dabei wird dem Bier nach der Gärung noch einmal Aromahopfen zugefügt – und damit auch Nitrat.

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