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Bio im Test: So ein Quark

von Leo Frühschütz (Kommentare: 0)


Ökotest testet Speisequark und thematisiert die Schattenseiten der Milcherzeugung. Grünes Licht gibt es nur für Bio-Produkte.

 

Quark

4 Bio-Quarks, 15 konventionelle Produkte


QuarkÖkotest bewertete in diesem Test die Schadstoffbelastung, die Sensorik und mit einem Anteil von 50 Prozent die Produktionsbedingungen. Die Speisequarks von Alnatura, Andechser Natur, Dennree und Söbbeke schnitten „gut“ ab. Die konventionellen Produkte bekamen mit „befriedigend“ oder „ausreichend“ die gelbe Karte.

In puncto Schadstoffe und Sensorik waren die Bio-Quarks einwandfrei. Für Tierhaltung und Transparenz bekamen Andechser und Dennree ein „gut“, die beiden anderen ein „befriedigend“. Die konventionellen Molkereien schnitten hier allesamt mit „ausreichend“ bis „ungenügend“ ab.

Ein „sehr gutes“ Ergebnis für die Tierhaltung zu bekommen war bei diesem Test nicht möglich. Die gängige Trennung des Kalbs von der Mutter gab Minuspunkte, ebenso die Enthornung der Tiere oder die in Süddeutschland noch vorkommende Anbindehaltung. Zudem wollte Ökotest Auskunftsbögen von jedem Landwirt, dessen Milch für die jeweilige Charge verarbeitet worden war. Das waren bei keiner Molkerei weniger als 80, bei einigen über 200. Wer da nicht mitmachte bekam ebenfalls Abzüge. Als transparenteste Molkerei lobte Ökotest die Andechser Molkerei Scheitz.

Ausführlich geht Ökotest im Artikel auf die Produktionsbedingungen von Kuhmilch ein, thematisiert Hochleistungszucht, die notwendige jährliche Geburt eines Kalbes, die kurze Lebenszeit der Tiere und den oft standardmäßigen Antiobiotikaeinsatz. Im Text wird Bio zwar als besser bezeichnet aber nicht als automatisch gut „Unser schärfster Kritikpunkt: Die Anbindehaltung ist in der Bio-Haltung teilweise, also im Winter, erlaubt – wenn die Kühe im Sommer auf die Weide dürfen“, schreibt Ökotest. Dies hilft den Tieren aber wenig, wenn sie monatelang angebunden stehen und sich nicht bewegen können.“ Der Passus ist schlicht falsch. Korrekt ist, dass nur Bio-Kleinbetriebe (in Deutschland bis 35 Milchkühe) im Winter nur angebunden werden dürfen, wenn sie „mindestens zweimal in der Woche Zugang zu Freigelände haben.“ So steht es in der EU-Öko-Verordnung.


Gemüsesäfte


15 Bio-Säfte, 5 konventionelle

 

GemüsesaftDie Sauerkrautsäfte von Voelkel und Jacoby sowie ein LEH-Karottensaft bekamen die Note „sehr gut“. Der Alnatura Rote Bete Saft und sechs LEH-Säfte schnitten „gut“ ab. Die Rote Bete Säfte von Dennree und Rabenhorst, der Sauerkrautsaft von Eden und ein LEH-Saft waren „befriedigend“. Für den Rote Bete Saft von Beutelsbacher gab es ein „mangelhaft“. Der Grund dafür waren ein „stark erhöhter“ Nitratgehalt, Mängel in der Deklaration und die verwendete Einwegflasche. Für Tetrapaks gab es übrigens keine Abzüge.


Ökotest bemängelte auch den Zusatz von Honig, Zucker oder zuviel Salz und in zwei Fällen auch die Sensorik. Der Saft von Jacoby schmeckte nach Ansicht der Tester „muffig, stechend“, bekam aber dennoch ein „gut“ in Sensorik. Der Saft von Dennree war in Geruch und Geschmack „untypisch“, roch „muffig“ und erhielt in der Sensorik ein „befriedigend“. Ein chargengleiches Rückstellmuster sei daraufhin überprüft und als arteigen und typisch beurteilt worden, schrieb Dennree an Ökotest.


Einzeltests


Beim Nachtest verbesserte sich das Beikostöl von Byodo von „ungenügend“ auf mangelhaft“. Die Gehalte an Fettschadstoffen und PAKs haben sich verringert, dafür störten „sehr stark erhöhte“ Gehalte an Mineralölbestandteilen (MOSH) die Tester.


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Forschung und Studien

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