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Bio im Test: Nicht besonders sauber

von Leo Frühschütz (Kommentare: 1)


Herkömmliche Geschirrspülmittel werden zunehmend phosphatfrei – und reinigen mit Hilfe von Enzymen besser als die Öko-Alternativen – sagt die Stiftung Warentest.

 

Test Geschirrspülmittel

13 Produkte, darunter drei aus dem Biofachhandel

Die Bio-Geschirrspülmittel sind die Schlusslichter im Test: Die Ecover Spülmaschinen-Tabs Zitrone schneiden „befriedigend (2,9)“ ab und reinigen damit immerhin noch so gut wie der als Vergleich mitgetestete phosphathaltige Klassiker von Somat. Die Alma Win Tabs kommen auf „ausreichend (3,8)“ und das Sodasan Maschinenspülmittel in Pulverform fällt ganz durch: „mangelhaft (5,0)“.

Der eigentliche Verriss folgt im Text: Ecover spüle von den Öko-Mitteln noch am besten, „wirklich sauber wird das Geschirr aber nicht.“ Bei Alma Win und Sodasan „kommt Geschirr mit hartnäckigen Speiseresten fast so dreckig aus der Maschine, wie es unsere Prüfer hineingestellt haben.“. Schließlich das Fazit für Sodasan: „Keine Empfehlung: Sodasan Pulver schont die Gewässer am besten, spült aber schlecht: Es hinterlässt weißlich stumpfe Kalkbeläge, schädigt im Dauertest Edelstahlbesteck und Gläser irreparabel.“

Der Hintergrund des Tests: Ab Januar 2017 begrenzt die EU den Phosphatgehalt von Geschirrspülmitteln deutlich. Die konventionellen Hersteller sind deshalb gezwungen, neue Rezepturen zu entwickeln. Die Stiftung Warentest hat die ersten dieser neuen Reiniger getestet und war voll des Lobes: „Viele umweltschonende Mittel reinigen gut, das ist neu.“ Die Mittel verdanken ihre Reinigungsleistung den zugesetzten Enzymen. Auch Ecover und Alma Win setzen Enzyme ein, deren Leistung allerdings hinter den konventionellen zurückbleibt. Sodasan verzichtet auf Enzyme und „reinigt noch schlechter“, schreibt die Stiftung Warentest.

Sodasan wirbt seit einigen Wochen mit einer neuen Rezeptur für sein Pulver (auf die auch schon der Test hinweist). Es sei „deutlich leistungsfähiger und noch grüner geworden. Dank waschaktivem Rohstoff aus Weizenstroh- und Zuckerrübenabfall. Für weniger Wasserrückstände auf Glas und Besteck“ heißt es auf der Webseite. Und weiter: „100 Praxistests tipptopp bestanden und zum Patent angemeldet.“ In seiner Stellungnahme kritisiert Sodasan, dass die von der Stiftung Warentest angewandten Testbedingungen mit der Realität nichts zu tun hätten, sondern eigens dafür entworfen worden seien, Enzyme zu testen.

Auch Alma Win kritisiert die Testmethode und verweist auf steigende Absatzzahlen bei den Tabs.

Der große Wassercheck

Die Stiftung Warentest hat Trinkwasser aus 28 Städten und Gemeinden sowie 30 stille Wasser ins Labor geschickt. Die Messgeräte fanden in drei von vier Trinkwasserproben Spuren von Arzneimitteln, Süßstoffen oder Industriechemikalien, alle jedoch in unbedenklichen Konzentrationen. Auch in fünf der 30 Mineralwasser ließen sich oberirdische Verunreinigungen nachweisen. Typische Bioladen-Wasser waren im Test nicht vertreten. Es gab für die Wasser auch nur Einzelnoten und keine Gesamtbewertung.

Das Fazit der Stiftung: "Die Qualität unseres Leitungswassers stimmt. Mineralwasser ist überbewertet.“


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Kommentar von Michelle |

Das ist aber schade, die gleichen Erfahrungen musste ich aber auch sammeln.



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