Anzeige

Bio im Test: Lippen lieben es natürlich

von Redaktion (Kommentare: 0)


Die Stiftung Warentest hat wieder reichlich Mineralöl in konventionellen Lippenpflegestiften gefunden. Naturkosmetik ist eine Alternative, nur ein Produkt ist beim Test durchs Sieb gefallen.

Lippenpflege

7 Naturkosmetik-Lippenstifte, 28 herkömmliche Stifte

Die getesteten Pflegestifte von Dr. Bronners, Lavera und Weleda waren frei von langkettigen (MOSH) und aromatischen (MOAH) Kohlenwasserstoffbestandteilen, ebenso drei zertifizierte Stifte aus Drogeriemärkten. 0,4 Prozent MOSH fand das Labor im Lippenbalsam Grantapfel von Bee Natural. Möglicherweise eine Verunreinigung, schreibt die Stiftung und bewertet das Produkt als „nicht empfehlenswert“. Verbraucher sollten davon ausgehen können, das zertifizierte Natrukosmetik vollständig frei von Mineralölbestandteilen ist. Ohne Mineralöle kamen auch zehn herkömmliche Stifte aus.

In 18 Produkten hingegen wies die Stiftung Warentest MOSH nach, in Größenordnungen bis zu 69 Prozent. Die Stiftung rechnet vor, dass Dauernutzer im Jahr rund 20 Gramm Lippenstift verzehren und damit auch mehrere Gramm an MOSH zu sich nehmen, die sich in Leber oder Milz ablagern können. Die noch problematischeren aromatischen MOAHs fanden sich in 14 Stiften in einer Größenordnung von 0,02 bis 0,57 %. Das ist das Tausendfache dessen, was an Spuren in einzelnen Lebensmitteln gefunden wurde. Zwar würden sich die Hersteller bemühen, die Verunreinigung mt MOAHs in ihren Mineralölzutaten zu reduzieren, schreibt die Stiftung. Aber es lasse sich nach heutigem Wissensstand nicht ausschließen, „dass auch von den verbleibenden geringeren MOAH-Gehalten ein Krebsrisiko ausgeht.“

TK-Brezeln

1 Bio-Produkt, 9 konventionelle Brezeln, 7 Brezeln aus Aufbackstationen

Das einzige Bio-Produkt stammet von der Herzberger Bäckerei und schnitt „gut (2,3)“ ab. Auch die konventionellen Brezeln waren fast alle „gut“. Die frisch aufgebackenen Brezeln aus den Backshops schmeckten nicht ganz so lecker, weshalb die Produkte meist die Note „befriedigend“ bekamen. Die vor einigen Jahren bei Brezeln festgestellten hohen Aluminiumgehalte konnte die Stiftung Warentest nicht bestätigen. Sie geht davon aus, dass die Betriebe inzwischen auf Edelstahlbleche umgestellt haben. Einziges Ärgernis aus Sicht der Tester: Eine Brezel enthält bereits 1,5 Gramm Salz. Mit den beiliegenden Hagelsalzkörnern kommt das Gebäck sogar auf 3 Gramm Salz und deckt damit die Hälfte des empfohlenen Salzbedarfs für einen Erwachsenen.


Stichworte:

Lebensmittelqualität

Kosmetik/Textilien


zur Startseite/alle Meldungen

Zurück

Uns interessiert Ihre Meinung. Schreiben Sie hier Ihren Kommentar zum Thema!




Newsletter bestellen

Anzeige

Anzeige