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Bio im Test: Gar nicht so grün

von Redaktion (Kommentare: 0)


Ökotest hat grüne Smoothies untersucht und fand dabei viel Fruchtzucker und manchmal wenig Gemüse – auch bei Bio-Produkten. In Getreidebreien sorgten MOSH und Arsen für schlechte Resultate.

Grüne Smoothies

11 Bio-Smoothies, 9 konventionelle Produkte

Alnaturas Smoothie schnitt „sehr gut“ ab, Antidote bekam für den Juice Liquid Salad ein „gut“. Ansonsten gab es reichlich gelbe Karten: „Befriedigend“ waren die Smoothies von Alnavit und Proviant, „ausreichend“ zwei Smoothies von Voelkel und drei LEH/Drogeriemarkt-Produkte. Den Rabenhorst Green Power Smoothie bewerteten die Tester mit „mangelhaft“, Harvest Moon Green Juice mit „ungenügend“.

Schadstoffprobleme hatten die Bio-Smoothies ebenso wenig wie die konventionellen. Was den Testern missfiel, waren Rezepturen und Inhaltsstoffe. Abgewertet wurden Fruchtzucker-Konzentrationen über 10 Prozent („so süß wie Cola“) und Gemüseanteile unter 20 Prozent. Beides wurde dem Voelkel Smoothie mit Mango, Grünkohl und Spinat sowie dem Rabenhorst Smoothie zum Verhängnis. Schlechte Noten gab es auch, wenn Vitamin C oder Ballaststoffe gar nicht nachweisbar waren. Deutlich häufiger als bei konventionellen Smoothies monierten die Tester Deklarationsmängel.

Getreidebreie

19 Bio-Breie, keine konventionellen Produkte

Der Alnatura Hirse Getreidebrei führte zusammen mit zwei dm-Bio-Breien die Liste mit „sehr gut“ an. Die Holle-Breie Dinkel und Hirse schnitten „gut“ ab. Die Note „befriedigend“ bekamen neben anderen die Hafer-Breie von Alnatura und Lebenswert Bio sowie Sunvals Sun Baby Breie Dinkel und Hirse. Der Reis-Brei von Lebenswert Bio wurde als „ungenügend“ bewertet, weil nach Ansicht von Ökotest der Arsengehalt „stark erhöht“ und der Gehalt an MOSH „erhöht“ war. Drei andere Reis-Breie bekamen wegen Arsengehalten von mehr als 100 Mikrogramm je Kilogramm (µg/kg) ebenfalls die rote Karte. Auch bei den anderen Breien waren MOSH und Arsen der Grund für Abwertungen.

Holle habe in seiner Stellungnahme eine Vielzahl von Maßnahmen aufgeführt, mit denen die Migration von Mineralölbestandteilen aus der Verpackung verringert würde, schrieb Ökotest. Die noch vorhandenen sehr geringen Spuren begründe Holle unter anderem damit, „dass die Kohlenwasserstoffe bereits durch die Rohmaterialien in das Produkt gelangten.“ Alnatura schreibt auf seiner Webseite: „Trotz aller Sorgfalt bei der Erzeugung und Herstellung lassen sich geringste Spuren durch die umweltbedingte Grundbelastung leider nicht immer ausschließen.“

Trockenshampoos

2 zertifizierte Naturkosmetika, 13 herkömmliche Produkte

Die Naturkosmetik-Shampoos von Alverde und H&M schnitten ebenso mit „sehr gut“ ab, wie die Hälfte der konventionellen Produkte. Fachhandelsmarken waren in dem Test nicht vertreten.

Einzeltests

Hersteller Holle konnte bei der Bio-Anfangsmilch 1 die Gehalte des Fettschadstoffs 3-MCPD und der gesättigten Kohlenwasserstoffe (MOSH) verringern und verbesserte sich dadurch von „ungenügend“ auf „ausreichend“.

Töpfer Kidscare Super Shine Shampoo bekam die Note „sehr gut“.


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Lebensmittelqualität

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