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Bilanz 2016: Fairer Handel setzt 1,3 Milliarden Euro um

von Leo Frühschütz (Kommentare: 0)


Der Faire Handel in Deutschland wuchs 2016 um 14 Prozent auf 1,3 Milliarden Euro. Innerhalb von vier Jahren habe sich damit der Umsatz bezogen auf die Endverbraucherpreise verdoppelt, teilte das Forum Fairer Handel mit.

Der größte Teil dieses Umsatzes, 1,05 Milliarden Euro, entfiel auf Produkte mit dem Fairtrade-Logo, das in Deutschland von der Organisation Transfair vergeben wird. 190 Millionen Euro steuerten die anerkannten Fair-Handels-Importeure wie Gepa oder El Puente bei. Weltläden und Eine-Welt-Gruppen vertrieben 2016 Waren im Wert von 77 Millionen Euro.

Ebenfalls in die Statistik eingerechnet hat das Forum die Umsätze mit fair gehandelten Produkten aus Europa wie Naturland Fair zertifizierter Milch in Höhe von 67 Millionen Euro. Der Anteil von Non-Food-Produkten wie Blumen, Textilien und Kunsthandwerk lag bei 18 Prozent, das entspricht rund 230 Millionen Euro.

Kaffee ist meistverkauftes Fairtrade-Produkt

Über ein Drittel des gesamten Fairhandels-Umsatzes entfällt auf Kaffee. Dessen Absatz legte 2016 um 22 Prozent zu, so dass fairer Kaffee inzwischen einen Marktanteil von 4,4 Prozent erreicht hat. Im Februar 2016 erreichte der Weltmarktpreis für konventionellen Kaffee mit 110 US-Cent für ein (amerikanisches) Pfund einen Tiefpunkt.

Fairtrade-Erzeuger erhalten einen Mindestpreis von 140 US-Cent und einen Fairtrade-Zuschlag von 20 Cent. „Doch die große Mehrheit der Kaffeebäuer/innen ist den Schwankungen von Weltmarkt und Klima ausgesetzt. Das zeigt, dass die politische Arbeit der Fair-Handels-Bewegung wichtiger ist denn je“, sagte Manuel Blendin, Geschäftsführer des Forum Fairer Handel.

Ausführliche Zahlen und Hintergründe


Stichworte:

Fairer Handel


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