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BfR: Neue Empfehlungen für Vitamine und Mineralstoffe in Nahrungsergänzungsmitteln

von Redaktion (Kommentare: 0)


Das Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR) hat neue Höchstmengen für Vitamine und Mineralstoffe in Nahrungsergänzungsmitteln (NEM) empfohlen. Gegenüber der bisherigen Praxis ergeben sich einige Veränderungen.

Zur Einordnung: Die Richtlinie der EU für Nahrungsergänzungsmittel von 2002 sieht vor, dass für die in NEM erlaubten Vitamine und Mineralstoffe Höchstmengen festgelegt werden.  Dies ist bis heute nicht geschehen. Das BfR hatte 2004 Höchstmengen ermittelt, die den Überwachungsbehörden der Länder seither als Richtschnur bei der Bewertung von NEM dienen. Zudem nimmt das BfR zu einzelnen Inhaltsstoffen von NEM immer wieder Stellung, zuletzt zu Magnesium.

Anpassungen der empfohlenen Tageshöchstmenge

Nun hat das BfR „auf Basis des derzeitigen wissenschaftlichen Kenntnisstandes Vorschläge für Vitamin- und Mineralstoffhöchstmengen in NEM erarbeitet“ und veröffentlicht. Sie gelten für Jugendliche ab 15 Jahren und Erwachsene. Die Studie beschreibt das Vorgehen der BfR-Mitarbeiter, die sowohl die durchschnittliche Aufnahme der Nährstoffe über Lebensmittel berücksichtigten als auch die zusätzliche Anreicherung von Lebensmitteln mit Vitaminen und Mineralstoffen. Als Obergrenze verwendeten sie die von der EU-Lebensmittelbehörde EFSA ermittelte tolerierbare Tageshöchstmenge des jeweiligen Stoffes. Im Vergleich zu den 2004 vorgelegten Empfehlungen ergaben sich kleinere Änderungen. So stieg bei Vitamin D die Höchstmenge für die Tagesdosis in NEM von 5 auf 20 Mikrogramm. Bei Vitamin B12 können jetzt 25 statt bisher 3-9 Mikrogramm aufgenommen werden. Auch bei Zink und Selen liegen die empfohlenene Höchstmengen höher als 2004. Restriktiver wurde das BfR bei Vitamin A, Betacarotin und Phosphor.

Höchstmengen als Schutz vor übermäßiger Nährstoffaufnahme

Als Fazit schreibt das BfR, dass NEM aus ernährungsphysiologischer Sicht im Allgemeinen nicht notwendig seien, zumal NEM eher von Menschen mit gesünderem Lebensstil und ausgewogener Ernährung verwendet würden. Die vorgeschlagegen Höchstmengen dienten deshalb „für den großen Teil der gut versorgten Bevölkerung zum Schutz vor übermäßigen Nährstoffaufnahmen, die langfristig mit einem erhöhten gesundheitlichen Risiko verbunden sein können.“

Das Februar-Heft der Zeitschrift BioHandel befasst sich ausführlich mit dem NEM-Sortiment im Biofachhandel und den Chancen die es bietet. Denn trotz der „Braucht es nicht“-Stellungnahmen von Behörden und Ernährungswissenschaftlern kauft rund ein Drittel der Deutschen regelmäßig NEM.


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