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Besserer Arbeitsschutz: Fairtrade startet Textilstandard

von Redaktion (Kommentare: 1)


Fairtrade hat am Dienstag einen neuen Textilstandard vorgestellt. Damit reagiert die Organisation auf problematischen Bedingungen in der globalen Textilindustrie. Unternehmen könnten nun dazu beitragen, dass Arbeiterinnen und Arbeiter ihre soziale und ökonomische Situation verbessern, erklärte die Fairhandels-Organisation.  

Standard schreibt existenzsichernde Löhne vor

Der Standard betreffe die komplette Wertschöpfungsketteund baue auf dem bestehenden Fairtrade-Standard für lohnabhängig Beschäftigte auf. Im Fokus stünden Arbeitsbedingungen, Lohnsituation und Rechte der Arbeiterinnen und Arbeiter.

Als erster Standard weltweit mache er dabei eine feste Zeitvorgabe für das Erreichen von existenzsichernden Löhnen. „Innerhalb von sechs Jahren müssen die Löhne auf ein existenzsicherndes Niveau angehoben werden“, so Martin Hill, Interim CEO, Fairtrade International. Nicht nur Textilfabriken, auch die Markenunternehmen würden in die Pflicht genommen. Dies bilde die Voraussetzung dafür, dass eine Lohnerhöhung überhaupt umsetzbar ist, so Hill weiter. Die Unternehmen würden in Verträgen zu fairen und langfristigen Einkaufspraktiken verpflichtet.

Fabriken werden geschult

Um eine Veränderung vor Ort zu erreichen, sei die Unterstützung durch lokale Experten unabdingbar. „Es ist wichtig, dass die Fabrikbesitzer und Beschäftigten die Inhalte des Standards und die Beweggründe von Fairtrade verstehen, das ist die größte Herausforderungen bei der Umsetzung des Standards und in den Trainings vor Ort“, sagte Siva Parti, Experte für Umwelt, Gesundheit und Arbeitssicherheit bei Sustainable Textile Solutions. Das Textilprogramm hole die Fabriken an dem Punkt ab, an dem sie stehen, und hilft ihnen, die hohen Anforderungen des Standards zu erfüllen. Dabei werden sie unter anderem in den Bereichen Arbeits- und Gesundheitsschutz, Stärkung der Rechte von Arbeiterinnen und Arbeitern, existenzsichernde Löhne und Verbesserung von Effizienz und Produktivität geschult.

Neue Herausforderungen auch für die Zertifizierung

Flocert, die unabhängige Zertifizierungsorganisation von Fairtrade, werde die Audits in den Textilbetrieben durchführen. Dabei seien die Textilarbeiterinnen stets durch demokratisch gewählte Vertreter beteiligt, die die Belegschaft über die Ergebnisse informieren. Flocert setze nur Auditoren ein, die sich besonders gut in den komplexen Abläufen der Textilproduktion auskennen. „Gemeinsam mit den Beschäftigten und den Fabriken erarbeiten sie Lösungen, um die Situation der Arbeiterinnen und Arbeiter zu verbessern“, so Rüdiger Meyer, Geschäftsführer, Flocert GmbH.

Erste Gespräche mit Unternehmen

Die fertigen Produkte werden später mit dem Siegel „Fairtrade Textile Production“ gekennzeichnet. Dabei werde dem Verbraucher transparent kommuniziert, ob innerhalb der Lieferkette bereits existenzsichernde Löhne gezahlt werden oder ob das Unternehmen noch innerhalb der Sechsjahresfrist darauf hinarbeitet. Der Textilstandard erlaube neben der Verarbeitung von Fairtrade-Baumwolle auch andere nachhaltige Fasern in der Produktion erlaubt.

Zurzeit ist Fairtrade laut eigenen Angaben mit interessierten Unternehmen im Gespräch und hofft, bald erste Kooperationen ankündigen zu können. Der Standard kann ab Juni 2016 angewendet werden.  „Bis die erste Lieferkette komplett zertifiziert ist und die Verbraucher die ersten Textilien mit dem Fairtrade Textile Production Siegel im Geschäft kaufen können, wird es noch etwas Zeit in Anspruch nehmen“, so Dieter Overath, Geschäftsführender Vorstandsvorsitzender TransFair e. V. 

Den kompletten Fairtrade-Textilstandard können Sie hier einsehen: www.fairtrade-deutschland.de/textilien

(Bild: TransFair e.V./Anand Parmar)


Stichworte:

Fairer Handel

Kosmetik/Textilien


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Kommentar von Lothar von arbeitsschutz-welt.de |

Hallo,
vielen Dank für die wichtige Info.
Ich habe diese für mein Arbeitschutz Protal aufgearbeitet und Sie als Quelle genannt.
Siehe : http://arbeitsschutz-welt.de/fairtrade-textilstandard.php

Ich hoffe das dies so ok ist.
Es wäre nett wenn Sie kurz ihr ok geben.

Beste Grüße
Lothar



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